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Empfohlen Skitour / Snowboardtour Von Zürs auf die Gümplespitze (2.518m)

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Thom, 10. März 2026.

  1. Thom

    Thom Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Isny im Allgäu
    Besonders zur Firnzeit recht lohnende Unternehmung weit oberhalb des Zürser Skitrubels. Tolle Abfahrtshänge. Im Frühjahr apert die Route mittlerweile recht schnell aus.

    Tour-Bewertung:


    [​IMG] Gehzeit: ca. 2,5-3 Std. Aufstieg
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] Strecke: 5,1 km / ca. 850 Hm
    [​IMG] Schwierigkeit (kurze Kraxelei am Südgrat - kaum I)
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung (am besten unter der Woche)

    [​IMG]Tourengänger: Thom

    Für gewöhnlich begeben wir uns erst nach Beendigung des Skizirkuses in die mondänen Skiörtchen Lech beziehungsweise Zürs, um die Tourensaison mit einer hoffentlich lohnenden Firnrunde abschließen zu können. Man kann dies aber auch definitiv wochentags während des Liftbetriebes in Angriff nehmen, wenn gute Schneebedingungen locken. Bei richtigem Timing steigt man noch in aller Seelenruhe vom Skiparkplatz in Zürs (Parken erst ab 8.00 Uhr geduldet) in etwa einer halben Stunde hinauf zur Talstation der Trittalpbahn. Von hier aus geht es einsam und in nur geringer Steigung ins Tal des Pazuelbaches. Dennoch muss hier keine Sorge aufkommen, dass der Flachabschnitt in schweißtreibendes Geschiebe beim Rückweg endet - es lässt sich problemlos und gemütlich zur Trittalpbahn zurückfahren. Da ich noch sehr gute Schneeverhältnisse vorfand, hielt ich mich an den eingespurten Anstieg über den Sommerweg hinauf in Richtung Krabachjoch. Das Joch lasse ich bei Zeiten jedoch rechts liegen und steigen über das Hochkar des Wangtälibächles hinauf in Richtung Ostgrat der Rüfispitze, bis man nach rechts über etwas steileres Gelände hinauf in die Eisenscharten gut ansteigen kann. Hier mache ich Skidepot und steige zu Fuß über den kurzen, aber etwas felsenbesetzten Südgrat (kaum I) auf den aussichtsreichen Gipfel der Gümplespitze. Aufgrund des eisigen Windes mag es leider an diesem Tag am Gipfelaufbau nicht auffirnen, ansonsten lohnt sich mitunter die Mitnahme der Bretter bis zum höchsten Punkt, da die Hänge der Südwestflanke mitunter feine Abfahrtsmöglichkeiten bieten können. Ich steige nach kurzer Pause wieder über den Südgrat zurück und genieße anschließend die geniale Firnabfahrt von der Eisenscharte hinab zur Trittalpbahn - ein echtes Träumchen. Nun gilt es noch einen kleinen Gegenanstieg von etwa 50 Höhenmetern zu überwinden, bevor man auf Pisten in wenigen Minuten zurück nach Zürs gleiten kann.

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    Vom großen und noch kostenlosen Parkplatz in Zürs folgt man kurzzeitig auf Pisten hinauf zur Talstation der Trittalpbahn. Diese erreicht man bei moderatem Tempo noch bevor der Skibetrieb aufgenommen wird. Hier im Hintergrund das stotzige Massiv des Omeshornes - dem Hausberg von Lech.

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    Schon bald wir der Blick auf die bullige Rüfispitze frei, welche im Sommer eventuell auch noch einen interessanten, wohl kaum begangen Anstieg bereithalten würde.

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    Kurz nach passieren der Trittalpbahn verlässt man endgültig die Skipisten und steigt links des Pazuelbaches in Richtung Krabachjoch (halb links) an. Rechter Hand strahlen Sonne und Roggspitze einem entgegen.

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    Blick zurück auf die mächtigen Felsberge des oberen Lechquellengebirges.

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    Sieht wilder aus, als es letztlich ist. Der Latschengürtel wird ganz links über den Sommerweg mit ausreichend Schneeauflage recht einfach überwunden. Halb links der behäbige Trittwangkopf.

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    Blick aus dem herrlichen Kar des Wangtälibächles auf die Bergumrahmung des Pazuelbaches. Links die markante Roggspitze, mittig die Pazüelfernerspitzen und rechts das Massiv des Trittkopfes.

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    Links der wilde Ostgrat der Rüfispitze, mittig mein heutiges Tagesziel - die Gümplespitze. Rechts davon gelegen die Eisenscharte, in welche ich ansteigen werde. Es würde sich aber auch direkt über die Südwestflanke des Gipfelkörpers aufsteigen lassen.

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    Mehr Ausblicke ...

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    Die letzten Meter hinauf in die Eisenscharte, rechts eine namenlose Erhebung im Verbindungsgrat zwischen Gümplespitze und Trittwangkopf. Aufgrund des starken Windes firnt es erst deutlich später wie erwartet auf.

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    Blick von der Eisenscharte zu im Sommer äußerst brüchigen Berggesellen: Fanggekarspitze, Kuglaspitze und Schmalzgrubenspitze - etwas für ausgefuchste T6- und Einsamkeitsliebhaber.

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    Blick vom Skidepot auf den kurzen, aber felsigen Südgrat der Gümplespitze.

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    Über eingespurten Schnee und Felsschrofen geht es in wenigen Minuten hinauf zum höchsten Punkt.

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    Am Gipfel der Gümplespitze. Rauher Kopf und Krabachspitze grüßen direkt von gegenüber. Diese könnten ebenfalls in die Runde mit eingebaut werden. Ich bin auf Skiern gewohnt faul und belasse es bei einem Gipfel an diesem Tag. Mittig im Hintergrund die Felsriesen von Holzgauer Wetterspitze, Feuerspitze und Vorderseespitze.

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    Blick vom Gipfel nach Westen auf den Felsklotz der Rüfispitze. Rechts dahinter die Gipfel des Braunarlkammes und Mohnenfluhmassivs ganz rechts ... und weit und breit keine Menschenseele.

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    Die Blicke reichen bis hin zu den Allgäuer Heimatbergen. Halb links die Felspyramide des Biberkopfes.

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    Von der Eisenscharte lässt sich die Firnabfahrt in vollen Zügen genießen - eine sehr feine Sache.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. März 2026
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