Empfohlen Schwere Bergtour Von der Blisadona- (2.508m) zur Wasenspitze (2.665m)

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Tobias, 13. Dezember 2024.

  1. Tobias

    Tobias Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Isny-Maierhöfen/Reutlingen
    Landschaftlich wunderbare, bunte Tour. Die logische Fortsetzung über Rohn- und Goppelspitze dürfte daraus eine Toptour des Gebiets machen.

    [​IMG] Gehzeit ca. 6-7h
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] ca. 1.250Hm
    [​IMG] Schwierigkeit T5/II
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung

    [​IMG] Tourengänger: Tobias

    Logisch. Nachdem bereits zweimal die Grate um Rohn- und Goppelspitze begangen wurden, war es nun an der Zeit, die offensichtliche und sehr gelobte Verlängerung zur Wasenspitze anzugehen. Zeit, die der November 2024 (nach intensivem und frühzeitigem September-Winterintermezzo) mit bestem Spätherbstwetter bot. Rustikal bis elegant, hier ist alles geboten, hat man erst den zwar eher kurzen, dafür aber spätestens im oberen Drittel richtig knackigen Bike-Aufstieg ins Stierlochjoch bewältigt. Aber genau das ist eben ein maßgeblicher Teil des so geschätzten "Bunten" der Touren ab Lech-Zürs: Radfahren, Wiesen (zumindest später mitunter sehr steil), Wälder, Bäche und Seen, anspruchsvolles Steigen, kraxeln und klettern. Und allgegenwärtig die großartigen Ausblicke. Tipp für den kompletten Grat: Mit dem Rad zum Spullersee. Zu Fuß über die Ravensburger Hütte durch die Große Wildgrube auf die Wasenspitze und über den Grat (soll es im Breich T5 III bleiben mit Umgehung Blisadonaspitze NO-Grat - so auch hier beschrieben) weiter zur Rohnspitze. Über die Goppelspitze wieder zum Spullersee absteigen.

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    Die im oberen Drittel richtig stramme Bike-Auffahrt ins Stierlochjoch. Die namengebende Geländeformation ist gut auszumachen.

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    Bereits zu sehen, die Blisadonaspitze, das erste Gipfelziel.

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    Die Roggalspitze zur Linken.

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    Rechts des Bachbetts ohne größere Schwierigkeiten hinauf in die Kleine Wildgrube, ...

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    ... zum absolut einsam gelegenen, kleinen "Blisadonasee". (Vgl. Dieter Seibert, Alpenvereinsführer Bregenzerwald/Lechquellengebirge, München 2008, 1. Auflage.)

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    Blick zur Rohnspitze.

    Über zuletzt etwas verbackenes Geröll wird der Westgrat zur Blisadonaspitze vom See schnell erstiegen.

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    Der rustikale Teil: bröseliger, etwas sperrig zu begehender Hauptdolomit erfordert durchaus Vorsicht.

    Eine Stelle im oberen Drittel fällt etwas aus dem Raster, denn hier werden die Anforderungen, die ich etwa bei T4-5 ansetzten würde, arg strapaziert. Kurz filigrane, brüchige Zweierkletterei im verbacken-bröseligen Korsett tendiert eher Richtung T5-6, kann aber möglicherweise (so meine ich mal gelesen zu haben) links (nordseitig) umgangen werden.

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    ...

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    Ausblick vom Gipfel der Blisadonaspitze über den zerborstenen NO-Grat zum Großen Spulleralpkopf und zur Wasenspitze. Den direkten Übergang habe ich nicht probiert. Stattdessen: ...

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    ... Wiederabstieg am Westgrat, ...

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    ... um an passender Stelle den Gipfel zu queren. Die ersten 20 Meter sind etwas glatt und unangenehm, dann wirds besser.

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    Schuttaufstieg zum Großen Spulleralpkopf.

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    Wasenspitze.

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    Der leider viel zu kurze elegante Teil der Tour gehört mit zum Besten, was ich im Bereich T5 I-II (eine Abkletterstelle II) bisher machen durfte.

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    ...

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    Crux: Kurze Zweierkletterei im Abstieg.

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    Abstieg Wasenspitze.

    Altschnee und nennenswerter Septemberschneezuwachs (hier Novemeber 2024) sollten bei der Planung immer im Hinterkopf sein.

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    Auslaufen durch die Große Wildgrube zurück zum Bike.

    Mit der Abfahrt über den Spullersee wird eine absolut lohnende Runde beendet.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Dezember 2025
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