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Empfohlen Schwerer Klettersteig Über den Südwandsteig auf die Sulzfluh (2.817m)

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Thom, 31. August 2026.

  1. Thom

    Thom Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Isny im Allgäu
    Zurecht sehr beliebter "Eisenweg" durch die 500 Meter hohe Felsmauer der Sulzfluh-Südwand. Etwas Armkraft und Ausdauer durchaus notwendig. Die Fernblicke bis zum Piz Bernina sind kaum zu toppen.

    Tour-Bewertung:

    [​IMG] ca. 4 - 4,5 Std.
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] ca. 1.250 Hm / 16 km (davon 450 Hm / 10 km mit Bike)
    [​IMG]Schwierigkeit bis D
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung (äußerst beliebt)

    [​IMG]Tourengänger: Franzi, Thom

    Die Sulzfluh gilt neben der Schesaplana als der beliebteste Gipfel im gesamten Rätikon. Hierfür verantwortlich sind maßgeblich die drei Hüttenstützpunkte in unmittelbarer Nähe sowie ein erstaunlich einfacher Normalweg hinauf zum äußerst aussichtsreichen Gipfelplateau. Neben dem Normalweg wurden zudem seit 2005 einige „Eisenwege“ am Massiv installiert. Da wäre zum einen der Gauablickhöhle-Klettersteig, welcher beim Aufstieg von der von Lindauer Hütte aus gerne als Alternative zum Normalweg genutzt wird. Der Partnunblick-Klettersteig an der herrlichen Gemstobelwand ist hierbei die kürzeste, wenn auch anspruchsvollste Via Ferrata und eben der sehr beliebte weil herrliche spektakuläre Südwandsteig von St. Antönien aus. Gesundheitstechnisch wart an diesem Wochenende leider keine größere Bergtour sinnvoll, aber wir wollten das traumhaften Spätsommerwetter dennoch für einen kleinen Ausflug in die Schweiz nutzen. So kam uns die Idee mit der Besteigung der Sulzfluh von Süden aus gerade recht. Knapp unterhalb von Partnun, einem malerischen Minibergdorf mit zahlreichen Übernachtungsmöglichkeiten, lässt sich der PKW am Parkplatz P6 für knackige 10 Franken parken, wir empfehlen die Mitnahme von passendem Kleingeld, Onlinetickets ohne Handynetz sind nur schwer abzurufen. Von hier aus starten wir mit den Velos hinauf nach Partnun, um kurz nach passieren der Ortschaft hinterm Alpenrösli nach links hinauf in Richtung Einstieg des Klettersteiges zu radeln. Bikedepot etwa auf 2.050m an einem Sackgassenschild, von hier geht es bestens markiert in einer guten halben Stunden zum Einstieg am Fuße der Sulzfluh-Südwand.

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    Schon vom Parkplatz unterhalb Partnun hat man einen schönen Blick auf die Südwand der Sulzfluh.

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    Nach Bikedepot folgen wir der Beschilderung zunächst über Almwiesen hinauf in Richtung Einstieg, die letzten 150 Höhenmeter darf dann über ein weites Schotterfeld angestiegen werden.

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    Der Einstieg mit Tafel ist nicht zu verfehlen. Nach ein paar Warmklettermetern und einer etwas wackelig wirkenden Leiter wird der Fels schnell steiler. Der Steig ist gut gesichert, unzählige Eisenbügel erleichtern den Anstieg ungemein. Dennoch stellt der Steig durchaus ein wenig Ansprüche an die Aspiranten. Ich würde Anfängern generell von einer Besteigung abraten.

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    Teilweise ist an den glatten Platten nur wenig Halt zu finden und so geht es klettersteigtypisch an Stahlseil und Bügeln aufwärts. Es darf aber auch oft der Fels mitbenutzt werden.

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    Die Szenerie ist hierbei wild alpin, zudem werden die Ausblicke mit jedem Höhenmeter besser.

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    Steile, teils überhängende Wandpassagen wechseln sich mit luftigen Querungen ab.

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    Eine der spektakulärsten Passagen im Südwandsteig (C/D). Macht einfach nur Spaß!

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    Anschließend folgt eine äußerst luftige und spannende Querung (C/D), welche etwas Armkondition erfordert.

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    Eine kurze Seilbrücke gilt es ebenso zu überwinden.

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    Nach etwa Zweidritteln des Steiges folgt die Schlüsselstelle (D), welche sich über zwei kleine Felsbäuche vollzieht und nur marginal schwerer anfühlt, wie die zuvor absolvierten C/D-Stellen.

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    Im oberen Drittel des Steiges.

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    Runout, die Begehung des Südwandsteiges verging wie im Flug. Trotz der vielen Eisenbügel ist er als absolut lohnend zu bezeichnen, das alpine Ambiente und Aussichten bis hin zum Piz Bernina lassen keine Wünsche für Klettersteigfreunde offen.

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    Kurz unterhalb des Gipfels.

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    Gipfel Sulzfluh. Wir verweilen nur kurz, da sich hier schon am Vormittag wahre Menschenmassen am höchsten Punkt einfinden. Für den Abstieg wählen wir zunächst den Normalweg in Richtung Lindauer Hütte.

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    Über weite Kare und Schotterfelder geht es zunächst in nordwestlicher Richtung rasch hinab kurz vor den kecken Felszapfen der Kleinen Sulzfluh, wo wir schließlich auf ebenfalls markiertem Wanderweg zurück nach Partnun steigen können.

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    Blick vom Abzweig zurück auf den von hier aus gesehen recht abweisenden Gipfelaufbau der Sulzfluh.

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    Abstieg Richtung Partnun. Links der mächtige Felsriegel der Gemstobelwand, durch welche der Partnunblick-Klettersteig führt. Mittig im Hintergrund Wissplatte und Scheihenfluh, ein ebenfalls interessantes Gipfelpaar für kommende Bergprojekte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. September 2026
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