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Empfohlen Mittelschwere Bergtour Überschreitung Gadnerköpfe (2.271m) und Klesenzakopf (2.427m)

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Thom, 13. September 2026.

  1. Thom

    Thom Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Ort:
    Isny im Allgäu
    Äußerst einsames Urbergsteigen in oft wilder Kulisse mit netten, teils etwas luftigen Kraxelstellen und perfekter Rundumsicht. Großartige Entspannungstour.

    Tour-Bewertung:


    [​IMG] ca. 7 Std.
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] ca. 1.850 Hm / 24 km (davon 400 Hm / 12 km mit Bike)
    [​IMG]Schwierigkeit bis II / T5-6
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung (ruhiger geht es nicht!)

    [​IMG]Tourengänger: Franzi, Thom

    Das weite Rund des Disnergschröfs beherbergt in seiner Umrahmung eine Vielzahl von Gipfeln, welche vom Charakter recht unterschiedlich sind, allesamt – mal abgesehen von der einfach zu erwandernden Wangspitze – erfordern jedoch ein ordentliches Maß an Bergerfahrung, Trittsicherheit und Orientierungsvermögen, um eine Begehung zum einen sicher, zum anderen genussvoll werden zu lassen. Ich persönliche schätze an dieser Gegend neben den spannenden Bergabenteuern vor allem die großartige Ruhe, welche man hier sogar an Wochenenden mitten in der Bergsaison zumeist noch vorfinden kann. Die hier beschriebene Rundtour überschreitet die kaum beachteten Erhebungen der Gadnerköpfe und des Klesenzakopfes, welche aus der Richtung des Disnergschröf gesehen eher weniger ins Auge fallen. Allerdings brechen diese Gipfel mit äußerst spektakulären, teils überhängenden Südwänden bis zu 1.000m steil hinab ins Klesenzagschröf, wilde Tiefblicke sind hierbei garantiert. Die Überschreitungen verlaufen zumeist in Gratnähe, der zumeist recht brüchige Fels erfordert umsichtiges Klettern in teils luftiger Exposition. Trotz einer gewissen Länge ist die Tour niemals fade, besticht durch Abwechslung in ursprünglichem Alpingelände und sehr hübschen Ausblicken auf die umliegende Bergwelt. Wir starten unser Vorhaben bei allerbestem Spätsommerwetter am kostenlosen Parkplatz hinter Buchboden direkt nach der kleinen Brücke über die Lutz. Von hier aus folgen wir mit unseren Bikes der Zufahrtsstraße hinauf nach Bad Rothenbrunnen. Im Anschluss dann oft steil und anspruchsvoll über Schotterwege bis knapp unterhalb der Gadneralpe, hier Bike-Depot und per Pedes auf angenehmen Bergwegen zunächst in Richtung Wangjöchle.

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    Auf dem Weg zwischen Gadneralpe und dem Wangjöchle. Die Ausblicke hinüber zu Zitterklapfen und seinen Bergnachbarn ist wie immer wohltuend.

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    An der Matonalpe verlassen wir den Weg hinauf zum Wangjöchle und folgen dem Hirtenweg (Trittspuren) in südlicher Richtung hinüber ins Disnergschröf. Im Hintergrund Matonakopf und Bettlerspitze.

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    Ostseitig unter der Bettlerspitze verlieren sich dann die letzten Trittspuren und so folgt man in einigem Auf und Ab auf günstigster Route an den Klesenahörnern (hier rechts) vorbei ins obere Gschröf.

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    Immer wieder die reizenden Ausblicke Richtung Nordosten. Rechts der Feuerstein.

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    Erstes Ziel direkt voraus. Die mit einem klobigen Turm besetzte Scharte zwischen Gadnerköpfen links und dem Östlichen Klesenzahorn. Wir nutzen anfangs noch die grünen Grasschrofen ...

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    ... um möglichst schnell und kraftsparend in die Schuttrinne unter der eben erwähnten Scharte hinüber zu kommen. Bis hier hin ist der Anstieg eher mühsam denn anspruchsvoll.

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    Über die sehr schuttreiche Rinne, welche perfekte Trittsicherheit voraussetzt, steigen wir vorsichtig hinauf (I-II). Über ein gut zu begehendes Bändchen geht es hinauf in die luftige Scharte östlich des wuchtigen Gratgendarms.

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    Aus der Scharte nun etwas ausgesetzt hinauf über die Westkante des ersten Gadnerkopfes (II). Wild brechen hier die zerklüfteten Hauptdolomitwände teils überhängend und äußerst spektakulär in die Tiefe.

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    Zwei kurze Überhänge am Grat umgehen wir in schöner Kletterei knapp links des Grates (II). Sicher wäre auch eine direkte Linie denkbar, allerdings ist die Felsqualität am Grat nicht die allerbeste.

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    Rückblick auf den klobigen Schartenturm und das Östliche Klesenzahorn.

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    Auf dem westlichen Gadnerkopf. Ein Mini-Steinmann ziert diesen kaum besuchten Gipfel.

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    Blick hinüber zum nächsten Ziel. Dem Hauptgipfel der Gadnerköpfe. Der weitere Aufstieg wirkt von hier aus recht wild und bizarr, der markante Kamin am Gipfelaufbau entpuppt sich aber bald als recht gut zu kraxelnde Felsrinne.

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    Hin und wieder müssen die faszinierenden Felsabstürze nach Süden inspiziert werden. Im Hintergrund die Rote Wand, welchen wir dieses Jahr über die wilde Route der Südwand erklimmen durften.

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    In der Gipfelrinne geht es in netter Kletterei rasch nach oben (I-II). Der Fels ist zumeist recht brauchbar. Die gesamten Überschreitung der Gadnerköpfe ist spannend und kurzweilig.

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    Der Hauptgipfel der Gadnerköpfe ist erreicht. Im Hintergrund der ebenfalls sehr lohnend zu besteigende Gipfel des Misthaufens, welchen wir später knapp nordseitig umgehen werden.

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    Doch noch haben wir den Östlichen Gadnerkopf vor uns, welcher sich ebenfalls in leichter Kraxelei schön überschreiten lässt. Das Gestein ist hier zumeist gut, die Linie verläuft immer direkt am Grat.

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    Am Gipfel des Östlichen Gadnerkopfes.

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    Wir steigen von diesem etwas luftiger aber nicht schwer (I) auf geeignetster Route hinab und folgen weiter dem nun mehr und mehr auslaufenden Grat nach Osten. Hier der Rückblick auf den Ostgipfel.

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    Sieht weit aus, lässt sich aber überraschend schnell absolvieren. Wir steuern auf logischer Linie das schattige Nordeck des Misthaufen-Massives an. Natürlich könnte man den Misthaufen ebenfalls noch in die Runde mit integrieren, falls das jemand möchte.

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    Nordseitige Umgehung des Misthaufens über teils großblockige Schuttfelder - ein wenig mühsam aber besser zu begehen, als wir das zunächst angenommen hatten.

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    Schuttwüste Deluxe. Endlich wird der Blick auf den kaum je bestiegenen Klesenzakopf frei. Wir steuern zunächst die Misthaufenscharte rechts vom Gipfel an. Links die Felsruine der Hirschenspitze.

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    In der Misthaufenscharte angelangt. Wir wandern hinauf bis zum ersten Felswulst, dieser lässt sich recht einfach in gutem Fels überklettern (I).

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    Kurzes "Ankraxeln" am Westgrat des Klesenzakopfes. Je nach Routenwahl geht es aber auch anspruchsvoller.

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    Doppelgipfel und Südwand des Klesenzakopfes. Der höchste Punkt ist die Erhebung hinten links.

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    Es folgen ein paar reizende Kletterstellen. Dabei halten wir respektvoll Abstand zum hier sichtbaren Riesenblock, welcher gefühlt nur noch durch einen kleinen Felsen unterhalb gehalten wird.

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    Der Gipfelaufstieg macht große Freude, ist nie wirklich anspruchsvoll aber auch nie langweilig. Auf der eleganten Gipfelmauer geht es hinüber zum höchsten Punkt, welchen jetzt ein Steinmann ziert.

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    Ausblicke zu Pöngertle und Pfaffeneck gegenüber.

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    In einigem Gekraxel folgen wir dem Ostgrat des Klesenzakopfes hinab in die Klesenzascharte. Von gegenüber grüßen die Schotterberge Westlicher Johanneskopf, Schwarze Wand und Hirschenspitze.

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    Abstieg über die weiten Flächen des Diesnergschröfs. Ein bisschen Orientierungssinn für den leichtesten und angenehmsten Durchstieg hinüber in Richtung Muttewangjoch kann hierbei nicht schaden.

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    Bald geschafft. Muttewangjoch und Feuerstein sind schon greifbar nahe. Wir treffen etwa 100 Höhenmeter unterhalb des Jochs auf den Wanderweg, welche uns über die Disnerbergalpe rasch zurück zum Bike-Depot nach unten führt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Oktober 2026 um 12:20 Uhr
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