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Empfohlen Mittelschwere Bergtour Freggelstein (1.460m), Grünten (1.783) und Stuhlwandgrat (1.432m)

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Thom, 11. Mai 2020.

  1. Thom

    Thom Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Isny im Allgäu
    Kleine, leckere Abenteuerrunde auf der Südseite des Grüntenmassivs. Die Besteigung des Freggelsteins erfordert dabei perfekte Trittsicherheit. Beim Begehen des Stuhlwandgrates bitte neue Wegführung beachten.

    Tour-Bewertung:

    [​IMG] ca. 4,5 Std.
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] ca. 950 Hm / Strecke ca. 10 km
    [​IMG] Schwierigkeit II / T5
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung (nur für Individualisten)

    [​IMG]Tourengänger: Franzi, Thom

    Ideale Runde, um sich im Frühjahr wieder ein bisschen Trittsicherheit und ausgesetzte Kraxelei anzueignen. Wichtig hierbei sind allerdings trockene Verhältnisse - sonst kann es doch recht schnell unangenehm werden. Der Freggelstein ist ein nur selten von Kletterern besuchter kleiner Felszacken zwischen Nasser Wand und Rossberg auf der Südseite des Grüntenmassivs - also kein wirkliches Bergsteigerziel. Wir wollten uns die Klettereien und Felsqualität einmal genauer ansehen, so kam es zu dieser Besteigung. Der Aufstieg zum Freggelstein erfordert absolut sicheren Tritt, trockene Verhältnisse und viel Zeckenspray - unfassbar, wie verseucht die grasigen Südhänge des Grünten von diesen blutsaugenden Schmarotzern dieses Jahr sind. Nach der Besteigung des Freggelsteins geht es weiter weglos hinauf am Rossberg vorbei in Richtung Nordgrat Grünten. Über diesen zum höchsten Punkt und schnell weiter Richtung Antenne. Im Abstieg vom Grüntenhaus Richtung Obere Schwandalpe machen wir noch einen kurzen, lohnenden Abstecher über den herrlichen Stuhlwandgrat. Hierbei sollte die neue Wegführung bitte beachtet werden. Danach geht es über benannte Alpe zurück zum Wanderparkplatz.

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    Bei sommerlichen Temperatur und traumhaftem Wetter machen wir uns vom großen Wanderparkplatz beim Gasthof Alpenblick auf den Weg in Richtung Kehralpe.

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    Blick von oberhalb der Kehralpe auf unser erstes heutiges Tagesziel - den kleinen Freggelstein etwas rechts der Bildmitte. Rechts davon der bei Kletterern beliebte Rossberg, links die Felsplatten der Nassen Wand.

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    Kurz vor Erreichen der Oberen Schwandalpe zweigt an einem großen Busch ein kleines Pfädlein nach rechts hinüber zur Alpe Rossberg ab, welchem wir nun folgen.

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    Der kleine Pfad leitet uns später auf einen querverlaufenden Forstweg, welchem wir bis kurz unter den Freggelstein folgen. Von hier aus geht es dann weglos hinauf durch steiles Gras und lichtes Erlengebüsch.

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    Das steile Gras lässt sich vernünftig begehen, auch wenn es nicht wirklich gut gestuft ist - Obacht: hier wimmelt es nur so von Zecken, eventuell lässt sich der Aufstieg am Waldrand ein paar Meter weiter rechts zeckenfrei absolvieren.

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    Wir schlüpfen in steilem Gras unter dem Westgrat des Freggelsteins hindurch, über welchen man auch aufsteigen könnte (III). Hat mir aber ganz ehrlich nicht so sonderlich zugesagt.

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    Auf der Ostseite des Freggelstein befindet sich dann eine kurze, etwas brüchige Rinne, über welche wir zum höchsten Punkt anstiegen können (I-II).

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    Am sehr ausgesetzten Minigipfelchen des Freggelsteins angekommen.

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    Freggelstein mit Nordwand und Westkante rechts, dahinter der Allgäuer Alpen.

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    Nach der Besteigung des Freggelsteins geht es weglos an der Kuppe des Rossberges vorbei hinauf zum quer verlaufenden Wanderweg in Richtung Grünten Nordgrat. Hier der Blick auf die kleine Grüntenhütte und den aus dem Fichtenwald heraus spitzelnden Giggelstein.

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    Anstieg hinauf zum Kriegerdenkmal am Grünten über dessen etwas felsigeren Nordgrat.

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    Wieder im Abstieg - das Grüntenhaus und der Stuhlwandgrat direkt voraus.

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    Der sehr ausgesetzte Einstieg am Stuhlwandgrat (II) - leider mit Finger.

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    Rückblick auf das Grüntenmassiv, gut das man die Menschenmassen auf den Fotos nie erkennt.

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    Hier eine der schmalsten Passagen am Stuhlwandgrat (II), der Fels ist nur wenige Zentimeter breit.

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    Schöner Aufschwung im II. Schwierigkeitsgrad - einer der schönsten Stellen des Grates - herrlich.

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    Danach geht es in gewohnter Ausgesetztheit über zuverlässigen Fels weiter - traumhaft.

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    Während des ganzen Überganges fällt es einem schwer, dass Dauergrinsen zu verbergen. Zu spannend und schön sind die Kraxeleien auf diesem einmaligen Kalkriff. An der nächsten Felskuppe mit Gedenkkreuz machen wir dann kehrt und folgen den Wegweisern hinab zur Oberen Schwandalpe.

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    Querung zurück zur Oberen Schwandalpe, hier genießt man nochmal tolle Ausblicke auf Hauptkamm und Daumengruppe, bevor es schließlich über bekannte Wanderwege zurück zum Auto geht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Mai 2020
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