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Leichte Bergtour Hochkünzelspitze (2.397m) und Glattjöchlspitze (2.106m)

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Manu, 6. Juli 2018.

  1. Manu

    Manu Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

    Registriert seit:
    24. Juli 2013
    Beiträge:
    649
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    900
    Zwei tolle Aussichtskanzeln im Gebiet der Biberacher Hütte. Sowohl im Winter als auch im Sommer absolut empfehlenswert. Der abenteurliche Quergang von der Hochkünzelspitze zur Glattjöchlspitze kann selbst definiert werden und macht besonders viel Spaß.

    Tour-Bewertung:

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    ca. 6 Std.
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] ca. 1.550 Hm / Strecke ca. 16 km
    [​IMG] Schwierigkeit I / T4 (Wahlweise Spaßkletterei I-II)
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung

    [​IMG]Tourengänger: Manu

    Das Gebiet rund um die Biberacher Hütte ist immer wieder eine Reise wert. Für mich persönlich vielleicht sogar das Schönste der näheren Umgebung. Besonders in den Monaten Juni - August weiß neben der eindrücklichen Berglandschaft auch die Alpenflora zu begeistern. Ganze Blumenmeere begleiten den Aspiranten bei einer der vielen Touren rund um die herrlich gelegene Berghütte. Mit dem Gigglstein und zwei Klettergärten bietet das Umfeld der Biberacher Hütte auch versierten Kletterern absolut lohnende Ausflugsziele. Hier befindet man sich mit dem Schadona Rothorn, Feuerstein, Braunarlspitze, Zitterklapfen und natürlich auch mit den zwei heutigen Gipfelzielen in bester Gesellschaft. Da sich Thom und Tobi am heutigen Tage die Hochkünzelspitze, oder auch nur Hohe Künzel genannt, über den selbstzuversichernden Südgrat (IV) vorgenommen haben, hat es sich angeboten die beiden ein Stück weit zu begleiten. Erst unterhalb des Gipfels trennten sich dann unsere Wege.

    Startpunkt der heutigen Unternehmung ist natürlich der Parkplatz Landsteg. Von diesem aus geht es in mäßiger, anfangs sogar in recht steiler, Steigung über einen breiten durch einen Steilwald gezimmerten Fahrweg der Biberacher Hütte entgegen. Der Aufstieg gestaltet sich durch den angenehm zu gehenden Weg und die umliegende Traumlandschaft relativ kurzweilig und stimmt einen bereits nach kurzer Zeit fröhlich. Kopf aus, Berge an - so muss das sein!

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    Auf einem breiten Fahrweg geht es der Biberacher Hütte entgegen. Gerade voraus - das formschöne Schadona Rothorn.

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    Herrliche Bergblumenwiesen begleiten uns beim Aufstieg.

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    Kurz vor Erreichen der Biberacher Hütte zweigt der Weg nach rechts in Richtung erstes Tagesziel ab. Leicht links der Bildmitte die Hochkünzelspitze, rechts daneben der wunderschöne Kletterklotz - Gigglstein.

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    Gigglstein in voller Pracht.

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    Beim Anstieg zur Hochkünzelspitze haben wir bereits den Gigglstein passiert. Von hier aus gesehen ist dieser relativ "moderat" erreichbar (II-III) - Bildmitte rechts. Kurz vor Entstehen dieses Bildes sind Thom und Tobi zum Einstieg der Südgratbegehung abgezweigt. Der Normalweg auf die Hochkünzelspitze ist jederzeit gut ausgeschildert und kann nicht verfehlt werden.

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    Blick in Richtung Schönegg, Eferagrat, Schöneberg und Ruchwannekopf (v. l.). Im Hintergrund Zitterklapfen.

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    Lange Zeit bin ich in Rufweite von Thom und Tobi. Hier die wilde erste selbstzuversichernde Seillänge im Zoom.

    Der Weg zur Hochkünzelspitze verlangt auch trotz des relativ einfach zu erreichenden Gipfels gerade im oberen Teil Trittsicherheit. Die wildbewachsenen Hänge sind oft noch lange Zeit nass und dadurch wird der erdige Weg oft schmierig. Die etwas "schwereren" Stellen sind alle mit einem Drahtseil versehen und können daher relativ problemlos überwunden werden.

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    Rückblick zum Vorgipfel der Hochkünzelspitze. Dieser ist durch eine deutliche aber nicht all zu tiefe Scharte vom Hauptgipfel getrennt. Auch hier verhilft das Drahtseil und ein Griff an den Fels zum problemlosen Ab- bzw. Aufstieg.

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    Blick aus der Scharte. Hier dem Weg folgendend ums Eck und die letzten Meter über leichtes Gekraxel auf den Gipfel.

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    Gipfelglück. Die herrliche Aussichtskanzel ist erreicht. 360° bestes Bergpanorama. Leider spielte auch heute das Wetter wieder nicht ganz mit.

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    Erneuter Blick in Richtung Zitterklapfen. Nach ausgiebiger Rast am Gipfel dann das gern gehörte Wörtchen "Stand". Thom und Tobi konnten sich nun endlich auch mit dem herrlichen Ausblick für ihre hauptsächlich mental schwierige Südgratbegehung belohnen. Nach kurzem Erfahrungsaustausch ging es an den gemeinsamen Abstieg in Richtung Gigglstein.

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    Am Gigglstein trennten sich dann erneut unsere Wege. Für Thom und Tobi ging es an die Pfitzikante, für mich "querfeldein" zur Glattjöchlspitze. Besonders spannend, hier gibt es keine vorgegebenen Wege oder ähnliches. Man kann sich ganz frei und manchmal auch etwas abenteurlich durch das Gelände bolzen. Hier gilt es eine möglichst lohnende und logische Route zu wählen. Gerade voraus - die Glattjöchlspitze.

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    Das gesamte Gelände ist durchsetzt von diesen großartigen wasserzerfressenen Kalkplatten. Diese laden zur Spaßkletterei ein und machen einen Heidenspaß. Auch wenn der Fels oftmals sehr scharfkantig ist, so ist er doch herrlich griffig. Um nicht all zu viel an Höhe zu verlieren gönne ich mir hier immer wieder Spaßklettereien (I-II) über verschiedenhohe Absätze - auch wenn die Aufschwünge nicht wirklich ausgesetzt sind, muss hier tunlichst aufgepasst werden. Ein Sturz auf das unebene, scharfkantige und oft mit tiefen Löchern durchzogene Gelände wäre nicht ungefährlich. Die Kletterei ist absolut kein Muss und kann auch im leichteren Gelände umgangen werden.

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    Glattjöchlspitze. Sie kann im Prinzip über mehrere Varianten erstiegen werden. Ich persönlich entschied mich für den von Osten kommenden Grat. Ebenso wäre es hier möglich gewesen nach links zu queren und über den nicht ganz so steilen Grat auf das Haupt der Glattjöchlspitze zu steigen.

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    Die Steilheit des kurzen Gipfelaufschwungs darf hierbei nicht unterschätzt werden. Mit sorgfältigem Antreten und dem ein oder anderen Griff ins Gras ist dieser aber relativ unschwer zu meistern.

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    Gipfel Glattjöchlspitze. Mein Pickel kam heute nicht wirklich zum Einsatz. Lediglich im Abstieg war er mir als Wanderstock eine kleine Hilfe. Als Gipfelkreuzersatz machte er sich jedenfalls gut. Links im Bild die gewaltige Hochkünzelspitze, gerade voraus der Gigglstein. Die zwei Jungs waren von hier kaum zu erkennen.

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    Rückblick Glattjöchlspitze. Beim Rückweg entschied ich mich für den möglichst einfachsten und schnellsten Weg. Meine Aufstiegsvariante kommt von rechts.

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    Gigglstein. Thom und Tobi sind nach erfolgreichem Aufstieg bereits auf dem Weg zu mir.

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    Wir steigen anschließend gemeinsam zur Biberacher Hütte ab und gönnen uns ein wohlverdientes Hopfenkaltgetränk. Über den Fahrweg geht es schließlich wieder zurück ans Auto.

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    Noch ein herrlicher Blick auf das Schadona Rothorn. Nach wie vor eine meiner eindrücklichsten Touren.

    Die Hochkünzelspitze als solche, kann als Aussichtskanzel nur wärmstens empfohlen werden - dann aber eher nicht zur Ferien- bzw. Urlaubszeit und am besten unter der Woche. Wer den abenteuerlichen Übergang mit optionaler Spaßkletterei nicht scheut, der bekommt mit der Glattjöchlspitze noch einen wohl nicht all zu oft bestiegenden Graßspitz gleich noch mit oben drauf.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Juli 2018 um 13:37 Uhr
    Thom gefällt das.
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