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Empfohlen Klettern Nordwestgrat Aggenstein (1.986m)

Dieses Thema im Forum "Klettern & Bouldern" wurde erstellt von Thom, 10. Mai 2026.

  1. Thom

    Thom Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Isny im Allgäu
    Alpin angehauchte, ruhige Kletterroute abseits des Aggensteintrubels, mit schön zu kletternden Felspassagen in zumeist sehr gutem Fels. Die schrofigeren Passagen stören hierbei nicht. Empfehlenswert.

    [​IMG] Tourenzeit ca. 4,5 Std. / Kletterei ca. 2 Std.
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] ca. 1.000 Hm / ca. 150 Hm Kletterei
    [​IMG] Schwierigkeit IV
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung

    [​IMG]Tourengänger: Franzi, Tobi, Thom

    Der Aggenstein ist bekanntermaßen ein stets stark überlaufener Hotspot für Jung und Alt in den Tannheimer Bergen, bei Wanderern und Kletterern gleichermaßen beliebt. Um so erstaunlicher ist die Tatsache, das man etwas außerhalb der Hauptsaison am NW-Grat dieses formschönen Gipfels oft völlig einsam unterwegs ist. Die Kletterei ist dank der Bike-Auffahrt vom Achtal aus recht zügig zu erreichen. Der 1928 von Franz Haff und Gefährten erstmal überkletterte Nordwestgrat zeigt sich typisch alpin - die zwei Schlüsselstellen im 4. Grad verfügen aber über vernünftig festen Fels, sind steil und spannend zu klettern. Das Gratgelände dazwischen ist zum Teil schrofig beziehungsweise grasig, dies stört den kletternden Bergsteiger aber keineswegs. Gerade im Frühjahr ideal zum leichten Einklettern geeignet, zumal bei Betrieb am NW-Grat auch rasch auf Kemptner Kante oder Achtalkante ausgewichen werden kann. Wir starten am Wanderparkplatz im Achtal auf halber Strecke zwischen Pfronten und Grän, von wo aus über Forstwege hinauf in den noch fernen Sattel zwischen Breitenberg und Aggenstein geradelt werden darf.

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    Trotz morgendlichen Regengüssen wagen wir die Auffahrt hinauf in die Scharte zwischen Aggenstein und Breitenberg. Dank ein wenig Sonne und Wind trocknet der Fels aber sehr schnell ab.

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    Der Zustieg erfolgt über den langen Strich hinauf in Richtung Aggenstein. Oben ist schon das Relief des NW-Grates gut zu erkennen. Schnell ist der Einstieg erreicht.

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    Die erste von sieben Seillängen startet optisch etwas schrofig, der Fels ist aber von guter Qualität und an einem kurzen Steilaufschwung (III+) sehr fest und schön zu klettern. Die zweite Seillänge ist ein Mix aus Schrofen und kurzen Felspassagen und darf mit (III-) bewertet werden.

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    Die dritte Seillänge besteht aus wunderbar griffigem aber auch steilem Fels und macht richtig Laune (IV). Zunächst wird etwas nach rechts gutgriffig angeklettert ...

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    ... anschließend leicht nach links und über ein steiles Risssystem direkt nach oben. Sehr lecker.

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    In der 4. Seillänge geht es wieder etwas gemächlicher zur Sache. Die Kletterschwierigkeiten übersteigen kaum den II. Schwierigkeitsgrad. Die Kraxelei macht dennoch Spaß, der Fels ist gut.

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    Dann darf nochmal in der 5. Seillänge kräftig zugepackt werden. Auch diese SL ist mit (IV) zu bewerten, ist aber für diesen Schwierigkeitsgrad ungewöhnlich steil, der Fels aber stets griffig und bis auf ganz wenige Ausnahmen bombenfest. Für mich persönlich die spannendste Seillänge am Nordwestgrat. Es folgt nochmal eine leichte und etwas schrofige Seillänge im II. Schwierigkeitsgrad, bevor ...

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    ... über Gras und Felsen (III) in der 7. Seillänge zum nördlichen Vorgipfel ausgestiegen wird.

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    Am nördlichen Vorgipfel des Aggensteins angekommen. Insgesamt war der NW-Grat schön zu begehen, vor allem die zwei 4er-Seillängen bringen echten Kletterspaß. Schöne Eingehtour.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Juli 2026
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