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Empfohlen Schwere Bergtour Parzinnspitze (2.613m) "Plattenpfeiler"

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Tobias, 31. August 2019.

  1. Tobias

    Tobias Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Isny-Maierhöfen/Reutlingen
    Geniale "Überschreitung" für den kletternden Bergsteiger. Homogen, toller Fels, großartige Landschaft, alpin-anspruchsvoller Zu- und Abstieg.

    [​IMG] Gehzeit ca. 6h
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] ca. 1.350Hm; 200Hm davon mit Rad
    [​IMG] Schwierigkeit T5-6 (kurze Stellen Zustieg)/III+/IV-
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung

    [​IMG] Tourengänger: Tobias


    Übers ganze Jahr hinweg ist die kleine Ortschaft Boden ein wunderbarer Ausgangspunkt für großartige Unternehmungen. Wenn derartige Touren, in unserem Fall die Parzinnspitze, dann nochmals durch einen exklusiven und schlüssigen Spezialanstieg veredelt werden könnten, ... das wär doch was. Geht. Und zwar richtig stark. Der "Plattenpfeiler" bietet alles, was man sich von einer alpinen Solotour in den unteren Klettergraden (Die IV- ist großzügig, man kommt eigentlich mit III+ hin) erhoffen kann: vom (Kletter-) Start weg gibts praktisch durchwegs sehr guten, abwechslungsreichen, steilen Fels in beeindruckender Landschaft auf einen aussichtsreichen Gipfel mit wirklich alpinem Flair. Überrascht und im Nachhinein etwas irritiert war ich von der mittlerweile kompletten Sanierung der Linie; wo, wenn nicht hier, kann man perfekt und ohne größere Anstrengungen bei Bedarf mobil sichern? Aber seis drum, stören tun die Dinger ja auch nicht wirklich. Von meiner Abstiegsvariante nach dem Gipfel durch die Westwand (Heinz Groth, Alpenvereinsführer Lechtaler Alpen, München 1989, 4. Auflage; R 1228a) rate ich ab. Heikel und brüchig, gefühlt anspruchsvoller als das bisher Gemachte. (Der alte Köpflesstand zum Abseilen sollte bei Benutzung verbessert werden; schaut nicht mehr ganz frisch aus!)


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    Parzinnspitze im Rampenlicht.

    Mit dem Radl gehts zur Materialseilbahn der Hanauer Hütte. Erfreulich: Kaum E-Biker, dafür E-Zigaretten. Ohne E gehts halt nimmer. Egal. Von der Hütte dann ins Gufelseejoch. Nun den Grat ansteigen und bald, bereits anspruchsvoller, nach links zum Einstieg in einer markanten kleinen Scharte. (Bis hierher schon 2 Bohrhaken, die ein Abseilen der zwei etwa 10 Meter langen unangenehmen Passagen ermöglichen.) Die Tour verläuft durch den sonnenbeschienenen hellen Fels rechts der Bildmitte und dann über den Grat nach links.

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    Anstieg ins Gufelseejoch.

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    Beginn der Kletterei.

    Ich empfand die ersten beiden SL gleich als die technisch anspruchsvollsten.


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    Rückblick in die Scharte.

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    Toller, von Wasserrillen zerteilter Fels.

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    Nun wird es etwas leichter.

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    Der erste Teil ist bald geschafft.

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    War das Gelände bisher plattig und geneigt, folgen nun steile, aber herrlich griffige Kamine und Verschneidungen.

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    Zuvor gibts die einzige Gehpassage im Kletterteil. Unten der Guflesee.

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    Die wenigen lockeren/losen Steine der Tour sind gut als solche auszumachen und zu meiden.

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    Spannendes und spaßiges Genussklettern.

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    ...

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    ...

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    Schöne Kante kurz vor dem Gipfel.

    Benutz man die Kante nur als Handlauf und steht den markanten Riss rechts, dann reduziert sich die hier gern vergebene IV- auf einen Dreier.


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    Rückblick Kante.

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    Viel zu schnell: Gipfel Parzinnspitze.

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    Abstieg Parzinnspitze.

    Die Wahl fiel auf die Westwand nach rechts hinab.

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    Zuvor eine knifflige II+ vom Gipfel hinab. Auch der Fels wird nun deutlich brüchiger.

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    Westabstieg.

    Anfangs brüchiges und steiles, aber noch problemloses Gehgelände zu einem alten Abseilstand an ausgesetztem Felskopf.


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    Dann wirds heftiger. Besser dem Normalweg folgen.

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    Rückblick Westwand.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10. September 2023
    Manu und Thom gefällt das.
  2. Tobias

    Tobias Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Nach fast einem Jahr diese Klasse-Runde wiederholt und mit dem Südwestlichen Parzinnturm über die Ostkante ("Lange Kante") lohnend erweitert. (Ca. 1-1,5h und etwa 250Hm extra.) Dieses Mal bin ich über den Normalabstieg nach Süden runter, eine schöne Tour an sich. Heute waren in etwa zehn Personen zum Gipfel über den Normalweg unterwegs. Zum Abstieg: Man wechselt über Schärtchen hin und her, steigt aber nie weiter als ca. 15 Hm von der Gratschneide ab. Der Rest ist offensichtlich und macht richtig Spaß!

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    Zuletzt bearbeitet: 9. August 2020
    Thom gefällt das.
  3. Thom

    Thom Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    In diesem Jahr (2023) durften Franzi und ich Tobias auf dieser faszinierenden Runde begleiten. Der deutlich angestiegene Bergtrubel in diesem Teil der Lechtaler Alpen tut der Unternehmung keinerlei Abbruch, die Kombination mit der "Langen Kante" am Südwestlichen Parzinnturm ist sowohl anstrengend wie auch genial. Tobias' Tourenbericht von damals habe ich außer einem "dicken Dankeschön fürs gute Führen" und im Folgenden ein paar Fotos von unserer Unternehmung nichts hinzuzufügen.

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    Pazinnspitze von Nordosten.

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    Gufelsee mit Hinterer Gufelspitze.

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    Einstieg in den Plattenpfeiler.

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    ...

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    Im oberen Drittel des Plattenpfeilers.

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    Ausblicke Richtung Westen auf die Gipfel der Lechtaler Alpen.

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    Kaminkletterei hinauf zum Gratausstieg.

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    Schlussgrat von unten gesehen.

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    Die selbe Stelle von oben fotografiert.

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    Am Gipfel der Parzinnspitze.

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    In der oberen Schlüsselstelle des Normalweges.

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    Zu Beginn der "Langen Kante" am Südwestlichen Parzinnturm.

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    Im Mittelteil der "Langen Kante". Der Spiehlerturm ist nur einen Steinwurf entfernt.

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    Oberer Bereich der "Langen Kante".

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    Die letzten Meter nochmal steil hinauf zum Gipfel des Südwestlichen Parzinnturmes.

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    Blick vom Gipfel Richtung Osten.

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    Holpriger Abstieg hinab zur Hanauer Hütte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Dezember 2023
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