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Empfohlen Leichte Bergtour Vom Ammerwald auf den Gugger (1.863m)

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Thom, 26. April 2026.

  1. Thom

    Thom Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Isny im Allgäu
    Sehr einsame und zur Sommerzeit recht einfache Tour auf einen kaum beachtetes Bergmassiv im Ammerwald. Wenig sperrige Latschen, dafür sehr reizvolle Gipfelaussichten zu allen Seiten.

    Tour-Bewertung:


    [​IMG] ca. 4,5 Std.
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] ca. 850 Hm / 11,5 km
    [​IMG]Schwierigkeit bis T5 (Abkürzung Steilrinne, steile Schneefelder)
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung

    [​IMG]Tourengänger: Tobi, Thom

    Die zur warmen Jahreszeit recht einfache Wanderung auf den wenig beachteten Gugger ist früh im Jahr doch eine ganze Ecke anspruchsvoller und sollte dann nur von erfahrenen und trittsicheren Wanderern angegangen werden. Die Besteigung lohnt sich allerdings nicht nur für reine Gipfelsammler: der hübsche und sehr einsame Zustieg durch das Tal des Kuhkarbaches, kaum noch Latschengewühle am Gipfelaufbau und die überraschend gute Aussicht - der Bergname ist hier also zutreffend - vom nur wenig besuchten Gipfel des Guggers machen die Unternehmung auch für die stillegenießende Wanderer lohnend. Zur warmen Jahreszeit bieten sich zudem die Gipfelkombinationen mit Kreuzkopf und Ochsenälpeleskopf gerade zu an. Als Ausgangspunkt eignet sich der kleine (und noch kostenlose) Wanderparkplatz am Hotel Ammerwald oder eine Parkbucht mit Forststraßenanbindung einige hundert Meter zuvor (vom Plansee her kommend). Wir wählen den Parkplatz am Hotel und steigen zunächst in Richtung Schützensteig an. Kurz bevor wir diesen erreichen, zweigt ein Forstweg nach links ab, welchem wir einige hundert Meter folgen, um schließlich direkt nach passieren einer Brücke scharf rechts über einen etwas zugewucherten Forstweg links entlang des Kuhbaches höher steigen. Der anfänglich etwas undeutliche Pfad wird schnell markanter und ist zudem markiert, der Orientierungssinn ist daher kaum auf die Probe gestellt.

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    Blick bei der Anfahrt über den Plansee hinweg auf Kohlbergspitze und das etwas kleinere Hochjoch.

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    Nach dem vorhin beschriebene Rechtsabzweig hinter der Brücke geht es kurz holprig am Bach entlang ...

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    ... bald schon folgen wir aber einem herrlichen Pfädchen, welches uns steil und schnell höher führt.

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    Oberhalb des Waldes lassen sich dann erster Ausblicke auf die Gipfel des Ammerwaldes genießen.

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    Da uns der Schnee früher als gedacht überrascht, weichen wir bald vom Weg ab und ziehen durch lichte Latschenfelder nach links und halten so direkt auf eine markante, schnee- und latschenfreie Rinne zu. Im Hintergrund der Ochsenälpleskopf.

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    Diese ist ordentlich steil und erfordert sehr gute Trittsicherheit, leitet uns aber dennoch schnell und zielgenau höher. Mir persönlich immer lieber als fades Schneegestapfe - natürlich aber kein Muss.

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    Direkt nach dem Rinnenausstieg treffen wir wieder auf unseren nun teils schneebedeckten Wanderweg, welcher uns hinüber ins sehr einsame Kälbelekar direkt unter den Gugger (Hintergrund) führt.

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    Im Kälbelekar halten wir uns stets rechts knapp unterhalb der Latschenhänge, da diese schon schneefrei und gut zu gehen sind. Tobi zeigt die Linie unseres weiteren Anstieges bereits an - nicht in den markanten Sattel, sondern von rechts nach links querend in den flachen Sattel nach den ersten Grataufwürfen.

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    Oben raus wird die direkte Linie ziemlich steil, der Schnee zudem immer härter. Der mitgeführte Pickel wird dankbar eingesetzt. Von hier nach links in etwas heikler Querung zum angesprochenen Sattel.

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    Blick aus der Schneequerung hinüber zum nahegelegenen Kreuzkopf.

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    Am NW-Grat des Guggers angekommen, wird erstmal die Aussicht genossen. Anschließend darf ein etwa zwei Meter langer Latschenvorhang durchkraxelt werden - quasi das Eintrittstor zum Gugger. Rechts der magische Säuling.

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    Sieht viel schlimmer aus, wie es letztendlich ist. Nach dem ganz kurzen Gewühle leiten einen Freischnitte hinüber zum aussichtsreichen Gipfel mit Gipfelröhrchen und Steinmann.

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    Kurze Gipfelpause mit Chips, sehr viel Ruhe und noch mehr Aussicht. Schön!

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    Blick vom Gipfel ins schon saftig grüne Reuttener Becken.

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    Für den Rückweg steigen wir auf bekannter Linie ins Kälbelekar zurück, queren das komplette Kuhkar und steigen schließlich unter dem Ochsenälpeleskopf hindurch an der Hirschwäng-Alm vorbei und wandern über den Schützensteig zurück zum Parkplatz am Hotel Ammerwald. Hier im Hintergrund die wuchtigen Geierköpfe.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Mai 2026
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