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Empfohlen Klettern Vom Gunzesrieder Tal auf die Siplinger Nadel (V)

Dieses Thema im Forum "Klettern & Bouldern" wurde erstellt von Thom, 12. Juni 2019.

  1. Thom

    Thom Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Isny im Allgäu
    Feierabendtour vom Gunzesrieder Tal aus auf die schöne Siplinger Nadel (1.580m) über den Normalweg (V). Die neuen Haken sind vernünftig eingebohrt, der Runout gestaltet sich etwas weiter als gedacht und der Fels ist ordentlich brüchig - dennoch ein sehr lohnender und spannender Ausflug!

    [​IMG] Gehzeit ca. 4 Std. / davon ca. 0,25 Std. Kletterei
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] ca. 550 Hm / ca. 20 Hm Kletterei / ca. 13,5 km
    [​IMG] Schwierigkeit V
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung

    [​IMG] Tourengänger: Franzi, Thom

    Da auf Grund des harten Winters die Mautstraße noch nicht geöffnet hatte, sind wir von der Sennalpe Gerstenbrändle (natürlich nachdem wir uns von den Wirtsleute eine Parkgenehmigung eingeholt hatten) aus ins oberen Gunzesrieder Tal geschlendert. Unser Anstieg führt uns über Teer bis zur Hinteren Au Alpe, wo wir nach links kurz über die Brücke wandern, um uns anschließend gleich wieder nach rechts zu wenden und dem Wegweiser hinauf zur Siplinger Alpe zu folgen. Der Weg hinauf zu dieser Alpe ist steil und führt direkt an einem gigantischen Nagelfluhtobel entlang, gestaltet sich so entsprechend kurzweilig und abwechslungsreich. Auf den Almwiesen der Siplinger Alpe angekommen, suchen wir uns eine günstige Linie durch die wenigen Restschneefelder und gelangen so in einem seichten Rechtsbogen hinauf zum Einstieg an der Siplinger Nadel.

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    Das Objekt der Begierde direkt voraus. Etwas rechts ausholend steigen wir über steiles aber meist gut gestuftes Gras der Siplinger Nadel entgegen.

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    Kurz unterhalb der skurilen und einmaligen Felsnadel.

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    Ausblicke auf die nahe gelegene Nagelfluhkette.

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    Nur noch wenige Meter rechts herum zum Einstieg mit markantem Standblock. Die Laune ist hervorragend, das Wetter bis hier hin auch noch. Doch beim Gurtanlegen ziehen rasch dunkle Gewitterwolken mit samt unheilvollem Donnergrollen auf - daher warten wir einige Minuten ab, bis sich das gröbste Unwetter wieder verzogen hat - schließlich will man nicht ein zweites Mal die Nadel bei Regen klettern müssen.

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    Der "Normalweg" (V) im Überblick. Zunächst 3 Meter links auf komfortablem Band, dann über den markanten Riss inklusive eigenwilligen Gewächs nach rechts oben. Kurzer Quergang mit Sicherungsring hinüber zur Kante rechts außen und knapp links von dieser in "schönem" Allgäubruch hinauf zum immer noch bombenfest verankertem Kreuz.

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    Auf dem recht schmalen Gipfel der Siplinger Nadel. Selbst im letztjährigen Jahrhundertsommer waren es gerade mal 6 Seilschaften, welche sich hier hoch verirrten - sowas hat mittlerweile seltenheitswert. Danach wird gut 15 Meter abgeseilt ...

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    ... und über die verbliebenen Schneefelder abgesurft - was ebenfalls eine Menge Spaß macht.

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    Danach geht es über bekannten Almweg zurück ins Gunzesrieder Tal, welches zur früheren Jahreszeit den ein oder anderen gealtigen Wasserfall beherbergt, welche im Hochsommer praktisch unsichtbar sind. Als Tourenabschluss muss natürlich eine Einkehr in der zünftigen Sennalpe Gerstenbrändle sein, wo wir uns die Brotzeit ordentlich schmecken lassen. Besonders empfehlenswert - der selbstgemachte Backsteinkäse!
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Juni 2019
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