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Empfohlen Skitour / Snowboardtour Von der Gunzesrieder Säge auf Sedererstuiben (1.737m) und Buralpkopf (1.772m)

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Thom, 25. Januar 2021.

  1. Thom

    Thom Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Isny im Allgäu
    Zumeist stille, etwas weitere Skitour auf zwei Gipfel der Nagelfluhkette. Die abwechslungsreiche Tour verläuft nicht immer über ideales Skigelände. Dichter Wald, steile Firnflanken und abgeblasene Gipfelkuppen sollten im Auf- wie im Abstieg beherrscht werden. Einsamkeit und Aussicht entschädigen allerdings für die Mühen.

    Tour-Bewertung:

    [​IMG] Gehzeit: ca. 4,5 Std. Aufstieg
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] Strecke: 11,5 km / 950 Hm
    [​IMG] Schwierigkeit
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung (nur für Individualisten)

    [​IMG]Tourengänger: Franzi, Thom

    Die hier vorgestellte Tour ist zugegebener Maßen kein Paradebeispiel für eine besonders lohnende Skitour mit idealen Abfahrtshängen direkt bis zurück ans Auto. Längere, dichte Waldpassagen, gefolgt von oft stark verfirnten Steilflanken, abgeblasenen Gipfelkuppen, wenig perfekte Abfahrtshänge und ein etwas weiterer Fußmarsch zurück zum Auto sind auch des Winters sicher nicht jedermanns Sache. Wer aber stark wechselnde Verhältnisse und mühsames Gelände nicht scheut, der hat in diesem Abschnitt der Nagelfluhkette zumeist seine Ruhe - was heutzutage alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist. Wer möchte, der kann auch noch problemlos Stuiben und Güntlespitze mit in die Tour einbinden. Wir waren an diesem Tag leider recht spät dran - der Wetterbericht sprach von herrlichem Sonnenschein ab der Mittagszeit, was sich allerdings leider als satte Fakenews herausstellte - und mussten uns so auf die zwei Gipfel von Sedererstuiben und Buralpkopf beschränken. Ausgangspunkt für die Tour ist der allseits bekannte, große Wanderparkplatz an der Gunzesrieder Säge.

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    Von der Gunzesrieder Säge folgen wir dem Autalweg an der Gerstenbrändlealpe (im Sommer gibt es hier hervorragenden Berg- und Backstein-Käse zum Mitnehmen, auch eine Einkehr lohnt sich zu jeder Zeit) vorbei, bis nach wenigen Minuten ein breiter Feldweg und kurz nach unten und über eine Holzbrücke über den Aubach leitet. Linkerhand am Jagdhaus Schönebuch vorbei und ...

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    ... für eine ganze Weile in nur geringer Steigung dem spärlich markierten Sommerweg hinauf zur Ornachalpe folgend. Da man sich während des gesamten Aufstieges in unmittelbarer Nähe zum Winterschutzgebiet für Rotwild befindet, sollte hier jeglicher Lärm tunlichst vermieden werden.

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    Blick über die Ornachalpe hinweg auf Tennenmooskopf und Siplinger Kopf.

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    Von der Ornachalpe folgen wir weiter dem Sommerweg hinauf in die noch ferne Scharte zwischen Sedererstuiben und Stuiben.

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    Zunächst müssen wir uns aber erst einmal einen steilen uns schmalen Lawinenhang nach oben arbeiten. Bei heiklen Verhältnissen kann es hier schnell unangenehm werden. Das Steigen in unmittelbarer Felsnähe verleiht der Szenerie einen alpinen Flair. Nach Überwindung des Steilhanges queren wir nach links zur verfallenen Rothenalpe hinaus und steigen die teils steilen und firnigen hinauf in die Scharte zwischen Sedererstuiben und Stuiben.

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    Kurz unterhalb der angesprochenen Scharte, der kleine Gipfel des Sedererstuibens ist nicht mehr fern. Auch kann von hier aus auch in wenigen Minuten noch der Gipfel des Stuiben mitgenommen werden.

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    Auf der Grathöhe begegnen wir zum ersten Mal anderen Skitourengängern, welche allerdings von Norden aufgestiegen sind. In wenigen Minuten geht es hinauf zum Gipfel des Sedererstuiben.

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    Am Gipfel des Sedererstuiben. Leider bessert sich das Wetter nicht, dennoch macht der Ausflug Spaß.

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    Auch der Blick Richtung Süden bestätigt, die Sonne wird es heute nicht mehr durch die dichte Höhenbewölkung schaffen.

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    Blick vom Sedererstuiben hinüber zum Buralpkopf. Die wenigen Meter hin ab in den trennenden Sattel fahren wir mit Fellen an den Skiern ab, um etwas Zeit zu sparen.

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    Der Übergang zum Buralpkopf direkt an der Kammhöhe ist teils steil und etwas ausgesetzt.

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    Rückblick zum abgeblasenen Gipfel des Sedererstuibens.

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    Nach der steilen felsdurchsetzten Kammpassage treffen wir auf die Aufstiegsspuren andere Mitstreiter. Von hier aus geht es in wenigen Minuten auf den östlichen Vorgipfel des Buralpkopfes.

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    Noch ein paar Minuten später stehen wir schließlich am höchsten Punkt des Buralpkopfs. Es bläßt ein eisiger Föhsturm, da wir nur noch gut eine Stunde Tageslicht haben, machen wir uns rasch an die Abfahrt und verzichten auf den Übergang zur nahen Güntlespitze.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Februar 2021
  2. Riawohlauf

    Riawohlauf Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    5
    MEga was für ein Panorama. Ich schaue mir hier krez und quer die Bilder an und das macht echt Lust im Winter auch mal auf Tour zu gehen. Jetzt aber ist erstmal bouldern dran:smile: