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Empfohlen Leichte Bergtour Weitalpspitz (1.870m), Hochplatte (2.082m), Krähe (2.010m) und Hochblasse (1.989m)

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Manu, 7. August 2018.

  1. Manu

    Manu Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Klasse Rundtour über 4 Gipfel der Ammergauer Alpen von Ammerwald aus. Besonders die Überschreitung der Hochplatte macht Laune und mit etwas Glück erwischt man die geniale Aussichtskanzel an einem nicht all zu überlaufenen Tag.

    Tour-Bewertung:

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    ca. 6 Std.
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] ca. 1.400 Hm / Strecke ca. 16 km
    [​IMG] Schwierigkeit T3+
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung

    [​IMG]Tourengänger: Manu

    Tourenverlauf: Hotel Ammerwald - Weitalpspitz - Weitalpjoch - Hochplatte - Fensterl - Krähe - Roggentalssattel - Hochblasse - Jägerhütte - Hotel Ammerwald

    Die Hochplatte gilt, und das absolut zu Recht, als eine der schönsten Aussichtskanzeln der Ammergauer Alpen – und darüber hinaus. Die mit 2.082 m höchste Erhebung des Landkreises Ostallgäu hat einiges zu bieten und ist daher ein beliebtes Ausflugsziel für Urlauber und Einheimische. Für schwindelfreies und trittsicheres Wanderpublikum bietet sich hierbei besonders eine Überschreitung der Hochplatte an. Eine Einbindung der Weitalpspitz macht durchaus Sinn, wird sie doch nicht so oft wie ihr großer Nachbar bestiegen. Auch nach der Überschreitung der Hochplatte kann die Tour beliebig ausgebaut werden. Am „berühmten“ Fensterl angekommen, kann beispielweise die Krähe oder auch die Hochblasse mit integriert werden. Wem das zu viel ist, der kann am Roggentalsattel bequem wieder in Richtung Ammerwald absteigen. Die Möglichkeiten sind vielfältig.

    Die Anfahrt entlang des Plansees stimmt einen bereits am frühen Morgen auf die kommende Bergtour ein. Und so starte ich die Unternehmung am kostenfreien Parkplatz nahe des nun ja sagen wir mal nicht ganz so schönen Hotel Ammerwald. Nach ein paar Metern entlang der Straße biege ich links auf einen Forstweg ab. Diesem folgend erreicht man bald einen Wegweiser in Richtung Hochplatte.

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    Der Aufstiegsweg quert des Öfteren den Roggentalbach der sich geschickt durch das teils wilde Gelände schlängelt. In den Morgenstunden ist es hier auch im Hochsommer recht angenehm. Der schattenspendende Wald und die Bachnähe mit seinen kleinen Wasserfällen sorgen für einen kurzweiligen Aufstieg.

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    Bereits nach kurzer Zeit wird zum ersten Mal der Blick auf die mächtige Hochplatte frei. Woher sie ihren Namen hat kann man sich durchaus vorstellen. Hier hat man bereits das Gefühl doch schon recht nah am Gipfel zu sein - das täuscht allerdings gewaltig. Bis zum Erreichen des Gipfels dauert es noch ein Weilchen.

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    Ich entscheide mich nicht ganz bis zum Weitalpjoch, sondern über eine ausgetrocknete Bachrunse aufzusteigen - kurz I. Folgt man dem Normalweg erreicht man recht bald das Weitalpjoch und kann dann von diesem den Gipfel der Weitalpspitz erreichen.

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    Nach meinem weglosen Aufstieg am Kamm angekommen. Bereits voraus - die Weitalpspitz! Hier am Kamm ist Trittsicherheit bereits äußerst wichtig. Teils ausgesetzte Stellen vorhanden.

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    Am Gipfel Weitalpspitz mit Blick in Richtung Hochplatte. Von hier aus folge ich dem Kamm bis hin zum Weitalpjoch. Von diesem aus geht es weiter in Richtung Hochplatte. Orientierungsschwierigkeiten dürfte es hier kaum geben.

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    Der Aufstieg zur Hochplatte gestaltet sich ebenfalls äußerst kurzweilig. Über zerfressene Kalkplatten geht es immer weiter in Richtung Gipfel. Ab und zu sind sogar minimale Klettereinlagen mit bisschen Felskontakt drin!

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    Rückblick Gipfel Hochplatte. Der Grad des langgezogenen Berges ist teils recht ausgesetzt und verlangt einen gewissen Grad an Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Die Stahlseilgeländer (nicht im Bild - hinter Gipfelaufbau) hätte man sich meiner Meinung nach trotzdem sparen können... .

    Ganze 2 Menschen am Gipfel der Hochplatte - gibts wohl auch nicht so oft. Früh aufstehen lohnt sich in den Bergen eben immer!

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    In Richtung Westen die Hochplatte überschreitend kommt dann auch schon bald der spannenste Teil der heutigen Unternehmung. Auf Felsbändern geht es herrlich ausgesetzt in Richtung Fensterl. Wer dem Ganzen noch ein wenig Würze verleihen will, lässt das Stahlseil einfach weg. Ein Traum!

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    Rückblick.

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    Am "berühmten" Fensterl angekommen. Von hier aus ist der Roggentalsattel in nur 5 Minuten erreichbar. Hier könnte man nun auch in Richtung Kenzenhütte absteigen...

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    ...oder wie in meinem Fall noch die Krähe miteinbinden. Der formschöne, auf der anderen Seite deutlich abbrechende Gipfel liegt direkt voraus. Vom Fensterl zur Krähe und zurück - ca. 30-40 Minuten.

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    Gumpenkarspitze und Geiselstein - zwei wunderschöne aber recht anspruchsvolle und abweisende Gesellen!

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    Gipfel Krähe. Im Hintergrund erneut Gumpenkarspitze und Geiselstein. Nach kurzer Trinkpause geht es den Aufstiegsweg wieder zurück und am Fensterl vorbei in Richtung Roggentalsattel.

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    Vom Roggentalsattel gehts in direkter Linie auf die Hochblasse. Der Einstieg ist weder markiert, noch beschildert. Dennoch lässt sich eine offensichtliche Trittspur ausmachen. In steilem, teils ausgesetztem Gelände geht es in wenigen Minuten auf den weitläufigen Gipfelrücken.

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    Explodiertes Gipfelkreuz Hochblasse. Vermutlich fiel es einem heftigen Blitzschlag zum Opfer. Kurz vor dem Gipfelkreuz habe ich eine mit Steinen gesicherte Luftmatratze gefunden - was auch immer das zu bedeuten hat.

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    Beim Abstieg geht es zunächst weglos leicht rechts dieses Steinmanndls über die weitläufigen grünen Wiesen hinab zu einem mit Latschen bewachsenen Aufschwung. Ab diesem sind dann wieder deutliche Trittspuren vorhanden. Diesen folgt man bis sie sich in einem Bachbett verlaufen. Danach steigt man einfach in direkter Linie weglos zum Wanderweg ab. Dann dem Wegweiser in Richtung Jägerhütte folgen und ab dieser in Richtung Ammerwald zurück zum Parkplatz.
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. August 2018
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