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Empfohlen Schwere Bergtour Kirchturm, Nordgrat zur Kälbelespitze, Kastenkopf, Lahnerkopf, Älpelespitze, Auf dem Falken

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Johannes, 25. Juli 2016.

  1. Johannes

    Johannes Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Allgäu
    Die große Schreckseeumdrandung über alle am Schrecksee liegenden Gipfel: Aufstieg über das Kirchdach, den Nordgrat zur Kälbelespitze und weiter über den Kastenkopf. Danach die Gratüberschreitung vom Lahnerkopf über den Älpelekopf bis auf den Falken.

    Tour-Bewertung:

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    ca. 6 Stunden
    [​IMG]Kondition
    [​IMG] ca. 1.800 Hm / ca. 20 km
    [​IMG]Schwierigkeit III / T5
    [​IMG]Aussicht
    [​IMG]Empfehlung

    Vor fast 6 Jahren mussten wir die große Schreckseeumrandung noch auf Grund der schlechten Verhältnisse vor Ort abbrechen - an diesem Julitag war das Wetter deutlich besser und die fehlenden Gipfel Kirchturm, Kälbelespitze, Älpelekopf und Auf dem Falken konnten zu einer tollen Runde um den Schrecksee verbunden werden.

    Die Tour beginnt für uns mit dem allseits bekannten Weg von Hinterstein zum Schrecksee. Dafür geht's zuerst mit dem Bike bis zum E-Werk, dann entlang dem Normalweg hoch zum Schrecksee.

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    Kurz vor dem Schrecksee hat man einen tollen Blick auf die letzten zwei Gipfel der heutigen Runde: Älpelekopf und Auf dem Falken. Falls man später ebenfalls vom Falken direkt über die Ostflanke absteigen möchte sollte man sich den ungefähren Wegverlauf hier nochmal genau anschauen. Gerade im unteren Bereich der Felsstufen war der alte Pfad durch das hohe Gras verdeckt und von oben kommen nur schwer auszumachen.

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    Nach etwa zwei Stunden sind wir am Schrecksee angekommen. Nach einer kurzen Brotzeit geht's für mich weiter zum Kirchdachsattel, von hier beginnt die Überschreitung.

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    Aus der Scharte führt ein deutlich ausgetretener Pfad über Grasschrofen auf das Kirchdach. Vorne erkennt man den ersten Aufschwung (I) über den Felsriegel auf den Kirchturm.

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    Die Perspektive vom Kirchdach täuscht ein bisschen - ganz so steil ist der Aufstieg (I) nicht.

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    Der Abstieg vom Kirchdach ist gut gestuft und man gelangt schnell zum Beginn des Nordgrats zur Kälbelespitze.

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    Die folgende Felsstufe bietet schöne Ier-Kletterei durch die mittigen Rinnen, danach folgt erstmal einfaches Gehgelände.

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    Herrlicher Ausblick zum Schrecksee, rechts im Bild der Kirchturm mit der abgestiegenen Südflanke.

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    Der weitere Gratverlauf zur Kälbelespitze mit Vorgipfel rechts der tiefsten Einschartung. Den nächsten großen Turm am Grat kann man in IIer-Kletterei erklettern, müsste aber dann von diesem abseilen. Deswegen bin ich den Turm direkt einfach ostseitig umgangen.

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    Hinten erkennt man noch den gerade umgangenen Gratturm.

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    In der folgenden Scharte beginnt dann das schwerere Gelände. Ich bin hier rechts der Gratschneide (I-II) aufgestiegen, es gibt aber auch andere Möglichkeiten weiter rechts.

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    Auf der nächsten Erhebung geht's dann direkt an den Grat, es folgen einige Kletterpassagen im II. bis III. Schwierigkeitsgrat im teilweise nicht sehr zuverlässigem Fels. Gerade im Bereich des Felstürmchens liegt der Fels teilweise nur lose aufeinander, der erste Felsblock wird direkt überklettert.

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    Rückblick auf die Passage, der nicht ganz feste Fels lässt sich erahnen.

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    Vom leicht begrünten Felsvorsprung aus wird der Grat ziemlich schmal, hinten liegt der Vilsalpsee Richtung Tannheimer Tal.

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    Der letzte Aufschwung Richtung Gipfel der Kälbelespitze ist nochmal richtig schmal und bietet im Bereich der unteren Platte spannende Kletterei (II-III).

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    Rückblick auf das letzte Stück des Nordgrats zur Kälbelespitze, die schmale Platte am Grat ist gut zu erkennen.

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    Am Gipfel der Kälbelespitze angelangt ziehen leider Wolken über den Grat. Das Gipfelbuch von KaukKauk aus 2015 zählt bisher nur 4 Einträge, viel ist hier nicht los.

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    Vom Gipfel steigt man südseitig ein paar Meter ab und quert unterhalb des Vorgipfels nach unten zu den markanten Platten.

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    Die Platte kann mit etwas Vertrauen in die Sohlen und zwei weiten Schritten relativ gut überquert werden (T5), natürlich muss es dazu trocken sein und ein Ausrutscher ist tabu.

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    Über gut gestufte Grasschrofen geht's noch schnell auf den Vorgipfel der Kälbelespitze, danach weiter zum Kastenkopf. Der Übergang zum Kastenkopf ist von hier relativ gut machbar (kurze Stellen II), fällt aber im Vergleich zum Nordgrat zur Kälbelespitze ziemlich einfach.

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    Die Schlüsselstelle (II) im Übergang kann an kleinen Leisten abgeklettert werden. Auf Grund der großflächigen Scharte darunter aber wenig exponiert und deshalb angehnehm.

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    Am Gipfel des Kastenkopf angekommen sind die klettertechnischen Schwierigkeiten überwunden, deshalb erstmal eine kurze Pause die Aussicht genießen.
    Der Abstieg zur Lahnerscharte über den Normalweg ist ohne Schwierigkeiten und über die Ostflanke geht's etwas mühsam über die Ostflanke direkt hoch zum Lahnerkopf.

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    Rückblick vom Lahnerkopf zur Lahnerscharte und Kastenkopf, links hinten der Kirchturm mit dem Beginn des Nordgrats zur Kälbelespitze.

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    Das Gipfelbreuz am Lahnerkopf mit Blick Richtung Schrecksee. Ich folge dem Grat Richtung Norden direkt über den Älpelekopf bis zum Falken. Leider hüllt sich der Grat immer wieder in Wolken, deswegen gibt's nur wenige brauchbare Fotos des weiteren Wegs.

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    Der Wegverlauf am Grat ist klar vorgegeben, hier leicht zu erkennen das Gipfelkreuz auf dem Älpelelkopf.

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    Rückblick vom Älpelekopf auf den zurückgelegten Weg vom Lahnerkopf. Vom Gipfel geht es nochmal recht steil über ein paar Grasstufen nach unten, hier ist nochmal volle Konzentration angesagt.

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    Ein letzter Felsturm stellt sich noch in den Weg, am besten umgeht man diesen ostseitig. Ich bin links (westseitig) umgangen was eine im nassen Gras unangenehme Querung zurück zum Grat zur Folge hatte.

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    Hier wäre es einfacher ostseitig um den Felsturm gegangen.

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    Der Gipfel Auf dem Falken in Wolken ...

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    Der Direktabstieg zum unten erkennbaren Normalweg zum Schrecksee führt direkt durch die Flanke nach unten. Deutliche Wegspuren führen zu Beginn gut hinunter zum Bachbett.

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    Im Bachbett angekommen geht es mit Hilfe der Hände nach unten (T5/I) - im Aufstieg vermutlich deutlich angenehmer.

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    Noch ein letzter Blick nach oben auf den heute anfangs noch feuchten Abstieg.

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    Im unteren Teil wird das Bachbett breiter und deutlich angenehmer zu begehen.

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    Auf Höhe der Felsriegel muss nach rechts auf den grasigen Rücken gequert werden. Der Beginn des alten Pfads lässt sich hier noch leicht im hohen Gras erahnen, ab hier lässt es sich dann in einigen steilen Kehren erstaunlich gut in Richtung des Normalwegs absteigen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Juli 2016
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  2. Kauk

    Kauk Registrierter Benutzer

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    Geht ohne Probleme, sofern man nicht unbedingt herzkrank und das Wasser übermaßig kalt ist. Man kann ganz gut ins Wasser steigen, das Ufer ist teilweise sogar etwas verflacht. Letztes Jahr war das Wasser am Ende der Hitzeperiode gute 18°C warm und damit sehr angenehm zum Schwimmen und Erfrischen.
     
  3. Alpenindianer

    Alpenindianer Registrierter Benutzer

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    Von SF mit dem Rad zum E-Werk nach Hinterstein. Aufstieg zum Schrecksee und in die Lahnerscharte. Dann in die Scharte
    zwischen Lahnerkopf und Älpelekopf. Den Grasgrat entlang zum Gipfel Älpelekopf und dann Überschreitung und wegloser Abstieg zur Schienenhütte bzw. Erzbachtal weiter den Fortsweg zur Hubertuskapelle. Auf der Teerstrasse zurück zum E-Werk und mit dem Rad zurück nach SF.
    Dauer mit Pausen 8 Stunden. Klasse Tour auf einen einsamen Gipfel.
     
  4. Alpenindianer

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    Erneut von SF mit dem Rad zum E-Werk nach Hinterstein. Dito bis zur Scharte am Grasgrat zwischen Lahner- und Älpelekopf. Diesmal auf den Lahnekopf und dann den Grat bis zum Älpelekopf entlang. Unterhalb des Älpelekopf viele röhrende Hirsche in der Brunftzeit gesehen. Abstieg über Schienenhütte an ca. 10 Gämsen vorbei zur Erzberghütte und Hubertuskapelle. Zurück nach Sonthofen.
    Dauer der Tour mit Pausen 8 Stunden. Bis zur Hubertuskapelle kein Mensch unterwegs.
     
  5. Alpenindianer

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    Abstieg vom Älpelekopf ins Erzbachtal.jpg Schrecksee.jpg Grasgrat Älpelekopf-Falken.jpg Lahnerkopf.jpg Grasgrat Lahnerkopf-Älpelekopf.jpg
     
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  6. Alpenindianer

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    Die Tour heute gemacht über Lahenerscharte und Überschreitung Älpelekopf und den Grat zum Falken. Dank Eurer Beschreibung den Abstieg in das Bachbett gefunden. Anspruchsvolle Tour ab Gipfel Älpelekopf mit gutem Orientierungssinn da auch der Latschenkieferbewuchs ab dem Gipfel des Falken sehr ausgeprägt ist. Zeitbedarf ab Parkplatz auf der Höh mit Pausen 6,5 Stunden.
     
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