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Empfohlen Mittelschwerer Klettersteig Tegelberg-Klettersteig über Gelbe-Wand-Steig

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Thom, 15. September 2016.

  1. Thom

    Thom Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Isny im Allgäu
    Feierabendrunde über einen feinen und äußerst beliebten Klettersteig in herrlicher Lage. Runde kann durch den etwas pfitzigeren "Fingersteig (D)" erweitert werden.

    Tour-Bewertung:


    [​IMG] Gehzeit: ca. 4 Stunden
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] Strecke: ca. 10 km / 900 Hm - davon 500 Hm Steig
    [​IMG] Schwierigkeit KS (kurze Stelle C-D, sonst C und leichter)
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung

    [​IMG] Tourengänger: Thom, Franzi

    Der allerletzte sommerliche Bergtag für 2016 und die Möglichkeit den Nachmittag frei zu machen - klar dass es dann nur noch eines gibt - Sachen packen und ab in die herrlichen Heimatberge. Diesmal aber keine klassische Feierabendtour auf einen noch fehlenden Allgäuer Gipfel, sondern weitaus spannender und spektakulärer über den Tegelbergsteig hinauf zum Tegelberg. Dieser Klettersteig befindet sich, mal abgesehen vom schon enorm abgewetzten und speckigen Fels, in einem tadellosen Zustand, die Installationen und Sicherungen sind vorbildlich, die Linienführung bis auf wenige Ausnahmen stets spannend und lohnend. Dennoch ist der Klettersteig wohl eher nichts für Anfängerpublikum, die ein oder andere Stelle benötigt doch etwas Kraft in den Armen sowie eine vernünftige Technik. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit für den Zustieg über den deutlich einfacheren Gelbe-Wand-Steig sind hierbei obligat. Ausgangspunkt für unsere Unternehmung ist der große Parkplatz an der Tegelbergbahn. Von hier aus geht es stets gut beschildert hinauf zum Gelbe-Wand-Steig, welcher einen zwischen Torkopf und Gelbewandschrofen hinauf zum Tegelberg führt. Der markante Einstieg unseres Klettersteiges liegt direkt am Weg und ist dank der ca. 15 Meter hohen Leiter nicht zu übersehen.

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    Start am Parkplatz der Tegelbergbahn. Zunächst auf einer teils steilen Teerstraße, später wird diese durch Forstwege und Wanderpfade abgelöst. Schon vom Parkplatz aus sind Torkopf und Gelbewandschrofen erkennbar. Bei genauer Betrachtungsweise erkennt man sogar den kleinen, aber markanten Finger, welcher dem Nachbarsteig des Tegelbergsteiges seinen Namen verlieh.

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    Der Einstieg zum Gelbewand-Steig wirkt zunächst wild und äußerst alpin. Die durchwegs guten Stahlseil-Sicherungen sorgen aber dafür, dass auch trittsicheres Wanderpublikum sicher durch die teils steilen Schrofen gelangt. Bei Nässe wird es hier jedoch unangenehm.

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    Während der gesamten Tour hat man stets einen herrlichen Ausblick über die Füssener Seenlandschaft. Im Vordergrund ist der kleine Gipfel der Hornburg zusehen, welcher sich über einen kleinen Abstecher mit in die Runde integrieren lassen würde.

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    Im Gelbewand-Steig. Rechts die Gipfelwand des Torkopfs, welche 2 sehr knackige Sportkletterrouten beherbergt. Nach knapp 75 Minuten erreichen wir den Einstieg zum Tegelberg-Klettersteig.

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    Und los geht's! Eine etwa 15 Meter hohe Stahlleiter (B) bringt einen rasch in exponierte Lage.

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    Danach folgt für mich die eindeutige Schlüsselstelle des Steiges - eine plattige, kurze aber fast trittlose Querung ausgehend vom Ende der Leiter über schon recht speckigen Fels hinweg (C/D), welche Armkraft benötigt. Schwerer wird es den ganzen Steig nicht mehr.

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    Nach dem ersten Aufschwung und einem kurze Gehstück mit Bank folgt eine wunderbare Plattenquerung (C).

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    Herrliches Wetter + schöne Ausblicke + spaßiger Klettersteig = gute Laune. Mathematik kann so einfach sein.

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    Weiter geht es über meist glatten und kompakten Fels in den zweiten Abschnitt des Klettersteiges. Trittbügel erleichtern hier dem Begeher das Anstehen doch enorm (B/C).

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    Nun wird nach links hinüber zu einer auffälligen Felsrampe gequert (C). Die Querung kostet etwas mehr Armkraft wie die Passagen zuvor, es bewegt sich jedoch immer alles im moderaten Schwierigkeitsbereich.

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    Forgensee und Bannwaldsee.

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    Auf der Felsrampe (B) mit Glöckchen und Steigbuch.

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    Nach der Rampe folgt nochmals eine herrliche Querung (B/C - C).

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    Die Holztreppe markiert den Einstieg zur Schlussetappe (A).

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    Es wird nochmal steil. Hier darf über einen längeren Zeitraum ordentlich angepackt werden (C) ...

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    ... bevor es dann einfacher durch den mächtigen Spalt (B) in lässiger Atmosphäre nach oben in Richtung Ausstieg geht.

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    Zum Schluss wird der Spalt fast höhlenartig, ein schmales Felsenfenster wird passiert (B) und schon ist der Kletterspaß vorbei. Naja, nicht ganz ... es dürfen nun noch einige Meter zum Gelbewandsteig abgekraxelt werden. Ob und wann der "Gipfelausstieg" realisiert wird, weiß ich persönlich leider nicht. Wäre aber wirklich wünschenswert!

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    Beim Weg hinauf zum Tegelberg der Blick auf den Branderschrofen - dem höchsten Punkt des Massivs. Auch dieser Gipfel kann mit in diese Runde eingebaut werden.

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    Unseren Abstieg legen wir in raschem Tempo über die Rohrmooshütte und über die "Skipiste" hinab zum Parkplatz der Tegelbergbahn. Dabei genießen wir die letzte Stunde "Sommer" in vollen Zügen.

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    Going home...
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. November 2016
    Andy84 und Manu gefällt das.