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Empfohlen Skitour / Snowboardtour Von Prenten auf die Höllenspitze (2.362m)

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Thom, 22. Januar 2017.

  1. Thom

    Thom Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Isny im Allgäu
    Genialer Skitourenberg mit steilem Gipfelhang und exquisiter Traumabfahrt hinab zum Älpele. Ausreichend Schnee und sichere Verhältnisse von Nöten - bei Vereisung definitiv heikel.

    Tour-Bewertung:

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    ca. 4 Std. Aufstieg
    [​IMG] Kondition
    [​IMG]ca. 1200 Hm / 6,5 km (nur Aufstieg)
    [​IMG] Schwierigkeit
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG]Empfehlung

    [​IMG] Tourengänger: Tobi, Thom

    Die hier vorgestellte Skitour verlangt einen sicheren und umsichtigen Tourengeher und Abfahrer. Zudem braucht es ausreichend (Neu-)Schnee sowie sichere Verhältnisse. Bei eisigen Bedingungen kann die Unternehmung schnell heikel und unangenehm gefährlich werden. Sind diese Grundvoraussetzungen erfüllt, so steht einem unvergesslichen Tourentag mit genialer und königlichen Ausblicken nichts mehr im Wege. Ausgangspunkt für diese Tour ist die kleine auch im Winter geräumte, direkt hinter dem Steeger Ortsteil Prenten aber noch vor der Burgstallbrücke - unter welcher der Krabach in den Lech mündet - gelegene Parkbucht. Zunächst geht es gemütlich auf breiten Forstwegen hinauf zur Bockbacher Almwirtschaft - das letzten Stücker mit leichtem Gefälle, was beim Rückweg mit einigen beherzten Stockschüben gut überwunden werden kann, auffellen ist nicht nötig. Von der Almwirtschaft aus noch einige hundert Meter hinein ins Bockbachtal und schließlich steil hinauf zum Älpele. Kurz darauf trennen sich die Anstiegsrouten von Rappenspitze (etwas beliebter) und Höllenspitze. Wir legen unsere Spur in den noch unberührten Schnee unter dem Grünegehrengrat nach rechts hindurch in Richtung des östlich der Höllenspitze gelegenen Kars, über welches der Schlussanstieg verlaufen wird. Aufgrund der guten Verhältnisse können wir direkt durch dieses Kar in Richtung Gipfelkreuz aufsteigen, dabei umgehen wir einen kleinen Felsriegel an geeigneter Stelle nach links ausholend. Die letzten 100 Höhenmeter geht es dann direkt durch den steilen nach Süden gerichteten Gipfelhang, was nochmal ein wenig Kondition und Geschick in den engen Spitzkehren erfordert - Stürze sollten vermieden werden. Wir steigen direkt links neben dem Kreuz am Grat aus. Am aussichtsreichen Gipfel wird rasch abgefellt. Es warten nun ca. 850 Meter leckerste, unverspurte "Puderei" durch sehr lohnendes Skigelände auf uns. Auf bekannten Forstwegen danach zurück zum Auto.

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    Das heutige Tagesziel befindet sich noch in weiter ferne.

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    Über bequeme Forststraßen geht es entspannt hinauf in Richtung Bockbacher Almwirtschaft.

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    Immer im Blick - die Höllenspitze mit unserer späteren Aufstiegsflanke. Rechts im Hintergrund das völlig verschneite Walser Gaishorn, welches ebenfalls eine feine Skitour mit klasse Abfahrt bieten kann.

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    Schon zu Beginn der Tour genießt man herrliche Ausblick. Hier der Blick nach Norden auf Biberkopf, Hohes Licht und Ellbognerspitze. Allesamt Berge, die sich eher für eine sommerliche, als eine winterliche Besteigung eignen.

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    Nach einer knappen Stunde ist die Bockbacher Almwirtschaft mit Ihren Höfen erreicht.

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    Nach einigen Meter im Bockbachtal folgen wir den Spuren nach rechts hinauf zum Älpele, welches sich direkt oberhalb der etwas bewaldeten Erhebung befindet.

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    Gleich geht es in die Sonne - lecker!

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    Der Aufstieg zum Älpele ist kurz aber steil, gutes Übungsgelände für den späteren Gipfelhang.

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    Blick auf Rappenspitze (rechts) und Schäferköpfe, welche sich von hier aus auch gut erreichen lassen.

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    Etwa 30 Höhenmeter über dem Älpele ziehen wir nach rechts weg und stellen fest - der Aufstieg zur Höllenspitze ist noch unverspurt. Genau hierauf hatte wir gehofft - perfekt.

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    Auf günstiger Linie, stets leicht ansteigend queren wir hinüber in das Kar östlich unter dem Gipfel der Höllenspitze.

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    Querung abgeschlossen. Dank top Bedingungen gehen wir den Gipfel mitten durchs Kar an. Der AVF empfiehlt den Aufstieg durch eine links am Karrand gelegene seichte Rinne anzusteigen, durch welche wir später "absurfen".

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    Rückblick auf dem unteren Karbereich auf das Hohe Licht und seinen Bergnachbarn.

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    Mit jedem Höhenmeter wird das Gelände ein klein wenig steiler...

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    ... am steilsten ist hierbei der nach Süden hin ausgerichtet Gipfelhang (kurzzeitig bis 40 °).

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    Gipfelhang von oben.

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    Am schmalen Gipfel der Höllenspitze. Nach kurzer Stärkung machen wir uns an die sensationelle Abfahrt. Der Gipfel erfährt im Sommer nur selten Besuch - kaum mehr wie 10 Einträge im Gipfelbuch. Heute waren mit uns noch sieben weitere Tourengänger am schönen Gipfel zugange.

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    Blick von der Höllenspitze hinüber zum Großen Widderstein.

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    Blick zum Allgäuer Hauptkamm, die Trettachspitze (mittig) wie so oft ohne das übliche Winterkleid.

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    Lechtaler Alpen.

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    Wieder am Älpele - die Abfahrt vom Gipfel bis hin zur Bockbacher Almwirtschaft lässt keine Wünsche offen!
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. Januar 2017