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Wintertour Mittagsfluh (1.637m), Liggstein (1.592m) und Auf der Platte (1.555m)

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Thom, 6. April 2015.

  1. Thom

    Thom Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Ort:
    Isny im Allgäu
    Recht aussichtsreiche kleine Wandertour, welche besonders im Bereich des Liggsteins mit atemberaubenden Tiefblicken punkten kann.

    Tour-Bewertung:

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    ca. 5,5 Std. (mühsame Spurarbeit im Tiefschnee)
    [​IMG] Kondition (mühsame Spurarbeit im Tiefschnee)
    [​IMG] ca. 900 Hm / 9 km
    [​IMG] Schwierigkeit
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung

    [​IMG]Tourengänger: Tobi, Thom

    Zusammen mit der direkt gegenüberliegenden und deutlich bekannteren Kanisfluh, bildet das Bergmassiv der Mittagsfluh das Eingangstor in den hinteren Bregenzer Wald. Der Gipfel ist zur Bergsaison über markierte Wanderwege einfach zu erreichen, zudem können mit Liggstein und Auf der Platte zwei weitere Gipfelchen in die Runde integriert werden. Zur frühen Jahreszeit heißt es allerdings kräftig spuren, gerade nordseitig war bei unserer Besteigung der Pulverschnee oft nur hüfttief zu durchwaten. Dennoch haben wir die Ruhe und die teils wunderbaren Fern- und Tiefblicke genossen. Ausgangspunkt für diese kleine Wanderung ist Au, Ortsteil Rehmen. Hier kann bequem auf dem Parkplatz an der Kirche (offiziell erst ab 8 Uhr gestattet) das Auto abgestellt werden.

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    Vom Ortsteil Rehmen geht es auf Teerwegen stets gut beschildert hinauf in Richtung Berngat-Kapelle.

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    Zunächst sind die Wege fast noch schneefrei, das Wetter ist ein Mix aus leichter Bewölkung und Sonnenschein. So gehts bedächtig durch den lichten Winterforst hinauf zur Kapelle.

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    Kurz oberhalb der Kapelle genießt man bereits einen wunderbaren Ausblick auf den Brendler Lug und die Zitterklapfengruppe. Der Brendler Lug bietet eine kurze Einsteiger-Skitour oder lässt sich im Sommer mit in die Gräshörner-Runde gut eingliedern.

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    Auf Teerwegen weiter hinauf in Richtung Stoggersattel. Zur warmen Jahreszeit empfiehlt sich der Wanderweg von Köhlerhalden direkt hinauf zum Gipfel der Mittagsfluh, im Winter ist dieser aber aufgrund eines Wildschutzgebietes tabu. Im Hintergrund thronen Glatthorn, Klippern und Kanisfluh.

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    Kurz nach Berngat verlassen wir den Weg hinauf zum Stoggersattel und steigen über den Wanderweg hinauf in Richtung Berbigenvorsäß und weiter in den Sattel zwischen Mittagsfluh und Auf der Platte. Im Hintergrund ist schon der behäbige Gipfel der Mittagsfluh zu erkennen, rechts der Sattel.

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    Tolle Ausblicke beim Anstieg zum Sattel auf die Bergwelt des Bregenzer Waldes und die Gipfel des Lechquellengebirges. Knapp links der Bildmitte der Zitterklapfen.

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    Vom Sattel aus geht es erst einmal Richtung Westen zur eigentlich nahegelegenen Mittagsfluh. Der hüfttiefe Pulverschnee in den Nordflanken bremst uns allerdings doch ein wenig aus. Hier der Rückblick über den kleinen Sattel und die bewaldete Erhebung der Auf der Platte, dahinter das markante Massiv des Diedamskopfes und halb links der nur selten bestiegene Mohrenkopf.

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    Die fast völlig zugeschneite Obere Sattelalpe und im Hintergrund der etwas felsige Gipfelaufbau der Mittagsfluh. Von hier aus sind es im Sommer noch ca. 15 Minuten zum Gipfel, wir hingegen kämpfen uns über eine Stunde durch die weiße Pracht auf den höchsten Punkt.

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    Rückblick zur Oberen Sattelalpe und Diedamskopf. Die Schlechtwetterfront hat uns erreicht.

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    Die lange Querung im Powder kostet ein wenig Substanz, der Anstieg ist aber trotz der winterlichen Verhältnisse einfach. Wir queren auf die Westseite der Mittagsfluh und steigen in einem kleinen Bogen hinauf zum höchsten Punkt. Rechts die mächtige Ostwand der Kanisfluh.

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    Am Gipfel der Mittagsfluh. Das kleine Kreuz liegt unter den Schneemassen begraben. Danach geht es auf bekanntem Weg wieder zurück in die kleine Senke zwischen Mittagsfluh und Liggstein.

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    Der kurze Abstecher zum Liggstein lohnt. Zum einen gibts höllisch gute Tiefblicke über die gewaltigen Felsfluhen hinab nach Au ...

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    ... zum anderen kann man vom Liggstein aus wunderbar die nahegelegene Ostwand der Kanisfluh studieren, durch welche die äußerst wilde Kletterroute "Matoha" (10 oder 6, A3) führt.

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    Vom Liggstein spuren wir uns den Weg zurück zur Oberen Sattelalpe. Hier der Blick hinüber zum Hirschberg. Der Weiterweg auf den unscheinbaren Gipfel der Auf der Platte ist bei diesen Verhältnissen sehr mühsam und zieht sich auch nochmal zeitlich in die Länge. Arg lohnend ist dieser nicht. Im Sommer kann er allerdings zum Stoggersattel hin überschritten werden, was weitere Tourenmöglichkeiten eröffnet.

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    Auf der Platte. Unspektakulär und wenig lohnend, aber tatsächlich ein echtes Gipfelchen. Auf bekannter Route geht es zurück zum Auto und ab nach Au an die Shell-Tankstelle, wo wir uns den wirklich unübertrefflichen Pfefferoni-Leberkääs mit Gurke und Senf in reschem Semmel schmecken lassen! Ein Gedicht!
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. April 2015
    Jens gefällt das.