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Empfohlen Mittelschwere Bergtour Von Pfafflar auf die Reichspitze (2.590m)

Dieses Thema im Forum "Tourenbeschreibungen" wurde erstellt von Thom, 15. Juni 2020.

  1. Thom

    Thom Mitarbeiter Registrierter Benutzer Intern

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    Ort:
    Isny im Allgäu
    Feine Bergtour in mitten der Lechtaler Alpen mit herrlichen Ausblicken, schönen Kletterstellen am Gipfelaufbau und ganz viel Ruhe - gute Kombinationsmöglichkeiten mit Großer Schlenkerspitze und/oder Brunnkarspitze.

    Tour-Bewertung:

    [​IMG] ca. 6 Std.
    [​IMG] Kondition
    [​IMG] ca. 1.100 Hm / Strecke ca. 12,5 km
    [​IMG] Schwierigkeit II / T5 (Variante hin zum Galtseitejoch, sonst max. II / T4)
    [​IMG] Aussicht
    [​IMG] Empfehlung

    [​IMG]Tourengänger: Franzi, Tobi, Andreas, Thom

    Es ist schon wieder einige Jahre her, als ich zusammen mit Jo der Reichspitze einen Besuch abgestattet habe. Damals haben wir anschließend noch die nicht minder spannende Große Schlenkerspitze bestiegen. Auch bietet sich bei dieser Tour die Einbindung der selten bestiegenen Brunnkarspitze an. Am heutigen Tage blieb es bei der Besteigung der Reichspitze - welche auch als Einzelziel absolut lohnend ist - da der frisch gefallene Neuschnee die weiteren Gipfelanstiege uns zu nichte machte. Die Tour ist aussichtsreich, gespickt mit schöner Flora und Fauna, zudem meist recht still und einsam. Als Ausgangspunkt wählen wir wie immer die kleine Parkbucht unterhalb von Pfafflar an der Hahntennjochstraße.

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    Blick von der kleinen Parklücke unterhalb Pfafflars auf den mächtigen Potschallkopf, dessen Überschreitung eine sehr anspruchsvolle Unternehmung darstellt.

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    Gemütlich geht es auf den ersten Meter oft leicht absteigend hinein ins einsame Fundaistal.

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    Hierbei müssen immer wieder die Zuläufe vom Fundaisbach überquert werden. Morgens ist dies noch kein Problem, nachmittags schwellen die kleinen Bäche bei ausreichend Schneeschmelze auf das 4-5 fache an - dann wird die Überquerung zu einem spannenden Abenteuer.

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    Der weitere Aufstieg vom Fundaisbachbett hinauf ins Hintere Kar ist etwas eintönig, ortskundige können aber weglos über ein paar spannendere Felsrippchen in Richtung Galtseitejoch abkürzen.

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    Blick auf die mächtige Reichspitze mit ihrem gewaltigen Nordgrat rechts.

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    Auf stets markiertem Weg geht es immer in Richtung Galtseitejoch. Um im Folgenden einer Schneequerung aus dem Weg zu gehen, steigen wir über den hier links im Bild befindlichen Grat an.

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    Der Grat ist teils brüchig, teils mit bombenfestem Fels gesegnet. Perfekte Trittsicherheit und die Beherrschung des II. Schwierigkeitsgrades sind hierbei Pflicht, ansonsten lieber die Schneequerung zur frühen Jahreszeit anpeilen. Vom Grat hat man einen schönen Blick auf die Südwand der Reichspitze, durch welche der kleine Steig, welchen wir begehen wollen, verläuft.

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    Am Grat empfängt uns eine teils steile Mischung aus Gras, Erde, Split und festem Fels.

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    Urige Felslandschaften machen mächtig Laune und steigern die Vorfreunde auf den Gipfelanstieg. Allerdings ist hier die Steinschlaggefahr ein ständiger Begleiter - also Obacht.

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    Fast trockenen Fußes erreichen wir den Verbindungsgrat zwischen Großer Schlenkerspitze und Galtseitejoch. Der frisch gefallene Neuschnee macht uns beim Übergang zur Reichspitze kaum Probleme, zur frühen Jahreszeit können heikle Schneefelder den Zugang zum Gipfelaufbau der Reichspitze sperren.

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    Traumhafte Aussicht zu den Bergnachbarn. Die formschöne Dremelspitze ganz links, gefolgt von Schneekarlespitze, Steinkarspitze und Parzinnspitze knapp rechts der Bildmitte.

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    Ein paar Meter müssen wir einfach ins Galtseitejoch hinab steigen, dann geht's Richtung Reichspitze.

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    Man steigt den Markierungen folgend zumeist am Verbindungsgrat oder knapp links daneben durch eine wilde Felsszenerie mit tollen Ausblicken der Südwand entgegen. Dabei müssen immer wieder keine Kraxelstellen (I) überwunden werden.

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    Dann geht's los. Verzichtet man auf die Benutzung des Stahlseils, so werden einem mehrere schöne Kletterstellen im I. und II. Schwierigkeitsgrad serviert. Unerfahrenere Aspiranten können sich auch zusätzlich mit einem handelsüblichen Klettersteigset sichern.

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    Die Felsqualität ist zumeist herrlich fest, bei Betrieb am Berg muss trotzdem auf Steinschlag geachtet werden.

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    Franzi und Tobi im letzten Aufschwung hinauf zum schönen Gipfelkreuz. Franzi folgt hierbei dem Steig, welcher sich kurz durch einen steilen Kamin schlängelt (II), während Tobi einen Alternativanstieg wählt (III+).

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    Happy am Gipfelkreuz. Der eiskalte Wind lässt leider nur eine kurze Vesperpause zu. Die Aussicht von hier oben lädt normal zu längerem Verweilen ein. Im Hintergrund der noch schneebedeckte Muttekopf.

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    Abgestiegen wird über die bekannte Route, in den steilen Schrofen bitte immer auf Steinschlag achten.

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    ...

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    Wieder am Fuß der Südwand mit Blick auf Große Schlenkerspitze und Brunnkarspitze.

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    Für den Abstieg vom Galtseitejoch kommen uns dann die Schneefelder sehr gelegen - schnell geht es über diese hinab ins Kar - immer wieder ein großer Spaß.

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    Der Weg zurück durchs Fundaistal Richtung Pfafflar bietet herrliche Ausblicke auf Rotwand und Pfeilspitze.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Juli 2020
    Manu und Alpenindianer gefällt das.
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